Anarchistisches Infocafé

Anarchistisches Infocafé
Montag, 12.2.2018 / 20:00 Uhr


“Veranstaltung zum Angriff der Türkei auf Afrin”

Im Januar 2018 hat die Türkei ihre lange immer wieder erhobene Drohung wahrgemacht und den Kanton Afrin in Rojava militärisch angegriffen. Dabei setzt sie neben deutschen Leopard 2-Panzern und den eigenen Kampfflugzeugen auch dschihadistische Milizen als Bodentruppen ein. Auch wenn nennenswerte militärische Erfolge bisher ausbleiben, steht die Autonomiebehörde in Rojava derart unter Druck, dass sie Assad aufgefordert hat, Truppen zu schicken um “Syrien zu schützen”.

Wir wollen mit Vertreter*innen von Nav-Dem, dem kurdischen demokratischen Gesellschaftszentrum und Civaka Azad, dem kurdischen Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit nicht nur über die aktuellen Entwicklungen in Afrin, sondern auch über die (geo)politischen Hintergründe des Angriffs sprechen. Zugleich wird es eine kleine Einführung in das Projekt der Demokratischen Föderation Nordsyrien geben.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen. Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 6.2.2018 / ab 20:00 Uhr

••• “Tonpuppen” •••


Tunesien 2002, Regie: Nouri Bouzid
arab. mit dt. UT, 100 Minuten

Ein etwa 40-jähriger Mann verdient sich seinen Unterhalt, indem er Kinder aus seinem armen Heimatdorf als Haushaltshilfen für neureiche Hauptstädter vermittelt. Einst selbst auf diese Weise nach Tunis gekommen, weiß er um die Abgründe der harmlos erscheinenden Tätigkeit, die bis zu sexuellen Übergriffen reichen. Deshalb verbürgt er sich für die Sicherheit der ihm anvertrauten Kinder und Frauen und sorgt sich um sie. Als eine Neunjährige bei ihm Schutz sucht, beginnt er sein eigenes Tun in Zweifel zu ziehen.
Mit teils sehr poetischen, teils realistischen Bildern schildert Nouri Bouzid das starke Gefälle zwischen Reichen und Armen in seinem Land, das in der Ausbeutung der Frauen als billige Arbeitskraft und als Sexualobjekt noch eine weitere gesamtgesellschaftliche Komponente bekommt.
Hat sich, sieben Jahre nach dem ‘Arabischen Frühling’, etwas verändert?

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende.

African Food Küfa und Film am 5. Februar

Vegetarisch/Vegan
Jeden 1. & 3. Montag im Monat
Ab 19:30h gegen Spende: 3-5€

5. Februar
African Film Abend: Ken Bugul (Niemand will sie)
&
African Food Küfa
Die Küfa bietet eine Möglichkeit zur Unterstützung, zur Vernetzung und zum
Austausch. Gerne möchten wir diese Küfa langfristig als
Finanzierungsmöglichkeit für Refugees weiterführen.
Wir freuen uns auf euch!

african food küfa

El primer y tercer lunes de cada mes A partir de las 19:30h

The first and third monday of every month

starts at 19.30

Der erste und dritte Montag im Monat

ab 19.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Küfa bietet eine Möglichkeit zur Unterstützung und Vernetzung sowie zum Ausstausch. Gerne möchten wir diese Küfa langfristig als Finanzierungsmöglichkeit für Asylsuchende Menschen weiterführen. Wir freuen uns auf euch!

The Küfa (Kitchen for all) is a possibility for supporting, networking and exchanging. We would like to use the Küfa as a longterm possibility to support Asylumseeking Human-Beings financially. You are welcome to join us!

Las Küfa (Cocina Para Todas) son comedores populares que abren la posibilidad de intercambio y tejer red. En nuestro caso queremos con las Küfas crear un espacio a largo plazo que permita tener unos ingresos regulares a personas a quienes son negados los derechos humanos básicos. Pásate y díselo a tus amistades!

Vegan / Vegetarian Food. Spende / Donation / Donativo: 3-5€


					

Anarchistisches Infocafé

Montag, 22.1.2018 / 20:00 Uhr

“Fluchtraum Nordfrankreich: die aktuelle Situation Geflüchteter in und um Calais”

Flüchtende werden immer wieder aus dem Blick der Öffentlichkeit verbannt. Sei es in Berlin die Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule oder wie im Oktober 2016 die Räumung des Geflüchtetencamps, dem sogenannten “Dschungel von Calais”. Calais ist heute aus den Medien verschwunden, doch die Menschen sind es nicht. Letzten Oktober, ein Jahr nach der Räumung, lebten immer noch bis zu 1200 Menschen in und um Calais, die meisten davon obdachlos. Wind, Wetter, Faschist*innen und Polizeigewalt schutzlos ausgeliefert.

Ein Unterstützer, der fast 3 Monate vor Ort war, erzählt nun von der aktuellen Situation der Menschen. Drumherum gibt es ein paar Infos zur Vorgeschichte seit den 90er Jahren bis zur Räumung im Oktober 2016.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis

Sinema Jazeera
Dienstag, 16.1.2018 / ab 20:00 Uhr

“Eine respektable Familie – Yek khanevadeh-e mohtaram”
Iran 2012,

Regie: Massoud Bakhshi, farsi. mit dt. UT, 87 Minuten

Ein Mann wird auf dem Weg zum Flughafen aus dem Taxi heraus entführt und verschleppt.
Der Mann ist Arash Saafi, Gastprofessor an der Universität Shiraz. Nach 22 Jahren im Westen ist er für ein Semester in den Iran zurückgekehrt. Doch bald stellt sich heraus, dass niemand an seinen kritischen Schriften interessiert ist. Frustriert kündigt er seine Rückkehr nach Paris an. Aber mit seiner Ausreise gibt es plötzlich Probleme.
In Rückblenden entspinnt sich ein Familiendrama: Der ältere Bruder ist im Iran-Irak-Krieg gefallen. Der Vater weist die trauernde Mutter in die Psychiatrie ein und lebt mit seiner Zweitfrau und dem gemeinsamen Sohn Jafar in Teheran. Eines Tages steht Hamed, der Sohn Jafars, vor der Tür und holt Arash ab, damit dieser seinem todkranken Vater die letzte Ehre erweist …
In meisterhafter Verschränkung der Zeitebenen und der Genres zeichnet Massoud Bakhshi ein düsteres Bild des heutigen Iran, der die Erinnerung an den Iran-Irak-Krieg nicht abschütteln kann.
Der Film ist auch eine Reflexion über Gewalt und Politik, Korruption und Doppelleben und führt direkt hinein in die Demonstrationen von 2009 und deren Forderungen nach gesellschaftlicher Veränderung.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 8.1.2018 / 20:00 Uhr

Film mit anschließender Diskussion / Documental y Informaciónes

“CECOSESOLA – The history of the cooperative with 1000 workers

– La historia de la cooperativa con 1000 trabajador@s”

Dokumentarfilm / Documental Venezuela
spanisch mit engl. UT / español con subtitulos en english, 59 Minuten

“CECOSESOLA – Die Geschichte einer Kooperative mit 1000 Arbeiter_innen”
Die Kooperative existiert im Bezirk Barquisimeto seit dem 17. Dezember 1967 und ist eine der größten basisorganisierten Kooperativen in Venezuela. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieser mittlerweile mehr als 20.000 Mitglieder zählenden Kooperative, die neben mehreren landwirtschaftlichen Betrieben unter anderem eine Poliklinik sowie ein Beerdigungsinstitut betreibt – alle mit rotierenden Belegschaften.

CECOSESOLA se constituye en Barquisimeto, como un organismo de integración cooperativa a partir del 17 Diciembre del año 1967. Se trata de un espacio de encuentro donde hacemos vida activa más de 50 organizaciones de los sectores populares, integradas en una red de producción de bienes y servicios que reúne a más de 20.000 asociados provenientes de los sectores populares. A través de esta red desarrollamos una gran variedad de actividades tales como: producción agrícola, producción agroindustrial en pequeña escala, servicios funerarios, de transporte, de salud, ahorro y préstamo, fondos de ayuda mutua, distribución de alimentos y de artículos para el hogar. Somos más de 1.300 trabajadores asociados que gestionamos las actividades cotidianas a través de una participación abierta a todos y todas, sin jerarquías. http://cecosesola.net/

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Soli-event for Waves*

Friday 05.01.

21:00  Brief presentation of the project and the first publication of Waves

23:00  Soli party and Dai*queeri cocktails        

Lickuids on dexx (electric beats, wavy vibes, dance warm up)

Duo Maravilla (cumbia, funk, reggaeton, salsa)

Yungcoco (trap, hiphop, rap)

 Psema (techno/house)

Missteiks (ebm, dark techno)

Lian Li ( techno, industrial techno)

*Waves  is an intersectional feminist queer magazine project  in greek, written between Athens, Thessaloniki and Berlin. It is being distributed hand in hand among feminist, queer, lgbtqi+ groups, solidarian assemblies, alliances from the radical a/a political scene in Greece and individuals, creating a network of communication, supporting relations and collective empowerment. It is financed though free contribution and its digital form is available in our blogspot waves.espivblogs.net

——–deutsch weiter unten——————————

INVITATION TO A SOLI-EVENT

This text is an invitation to a soli-event for the financial support of our intersectional feminist-queer magazine ~Waves~ whose second publication is in editing process somewhere between Greece and Germany. At the beginning of this soli-night (at 21:00) there will be a brief presentation of our magazine project and its first publication. We consider this event as an opportunity to celebrate our re-gathering and a way to express our refusals alongside our desires, our own small Sabbat.

We, the authors of ~Waves~ and co-organisers of this event, are individuals who met previously in feminist and various other political processes in the city of Thessaloniki in Greece. Mov Kafeneio1was our main common political ground for many years. Now however, we live in different cities across Greece and Germany. Our decision to proceed with the publication of this magazine comes from a wish to maintain the common thread that unites us and is fired by our shared desire to continue making queer, feminist critique whilst also participating in struggles in Greece and elsewhere.

We would like this event to be inspired by radical queer and feminist politics, reflecting the ideas which embody our magazine. We would like to create space for the multiplicity of our desires, sexualities and bodies, so that each one of us can feel comfortable (to the greatest possible extent) and so that we can discuss, get to know one another and dance. During this night no sexist, transphobic, homophobic or macho behavior will be tolerated, nor do we want cis straight privilege to prevail in our party; Our intention is to create more space for less privileged categories such as lesbians, trans, bisexuals, gays, migrant women*.

Through dancing, (we would like) to question dominant cis, straight privilege and privileges in general, to reflect upon these and create space for people that are invisible in their daily lives, whilst also questioning visibility issues within the lgbtqi+ community. During our event, we would like all these groups of people to feel safe(r) and try to make safe(r) spaces a collective issue, part of a political culture that starts way before this party and keeps on after the end of it. As the awareness group at Bethanien points out; we are all responsible for the party, we are all part of the evening, the party is a soli-party, whose success lies on our collective contribution. However, we do not consider nor do we wish for this event to be exclusionary, only focusing on the lgbtqi+ communities, but rather as something open to each individual who recognises and acknowledges feminist and queer politics as a necessary and integral part of struggles for social liberation.

Ιn struggles for social liberation, our positions, the distances we have to cross, our paths, desires and aspirations differ. This is an acknowledgement that has emerged over the years by observing how we co-exist with people within or outside the radical lgbtqi+ community in our greek context. We are aware of the fact that our insecurities differ according to our multiple identities and complicated stories. We are aware of the fact that it is a difficult task to provide safety whilst creating an inclusive and not exclusive space, we also recognise that it is possible that each one of us might hurt or offend someone else.

Exactly for these reasons, we would like to draw your attention to your personal boundaries and the boundaries of the others. It is crucial for us that everyone remembers that the way to interact with each other is by explicit consent and that different individuals have different boundaries.

This soli-night has come into existence with a lot of effort, difficulties and doubts just like any other political action would. We consider it be to a way, among others, for individuals with common oppressions, shared expectations and antagonisms to meet. It is important for us that this event is carried out with attention and care for all. We are interested in a political culture, which considers safe(r) politics to be a collective issue and a struggle, to be taken just as seriously on the streets as in our political spaces.

We are happy to invite you to our soli-event that will take place at New Yorck in Bethanien (Mariannenplatz 2a) on Friday, 5th of January, from 21:00 to 5:00.

We warmly suggest to share this invitation among people of lgbtqi+ and poc communities and to those who might share an interest in the content and themes of our soli-party.

Best regards,

~Waves~

blogspot: waves.espivblogs.net

P.S.1: During the whole night there will be an awareness team sitting at a table near the entrance, available to discuss issues related to safety. People of the awareness team will also be present inside the party (wearing pink patches).

P.S.2: Smoking is allowed in specific rooms (marked with signs).

1Mov Kafeneio was a queer-feminist group in Thessaloniki which was active from 2008 to 2017. Its concerns were focused on repression and power as a result of gender relations within the heteronormative, patriarchal and capitalistic regime. It was based in Fabrika Yfanet squat and it was taking place every Wednesday, creating a space for info events, presentations, film projections and political discussions against patriarchy, heteronormativity, capital, nation and state.

Waves

Why a queer-feminist magazine? Why from a distance and why call it Waves?

This edition you are holding in your hands is for us a new way of expressing our love, a connection. It is yet another way to express our angers, fears, proximities, intimacies and distances. Personal emotions that occur from and refer to the socio-political field in which we recognise ourselves.

It is also a means to reunite with loved ones. Girls who met in the assembly of Mov Kafeneio, in the occupied factory of Yfanet. Some of us participated in the creation of the group, wishing for the political space in which we were active to acquire feminist characteristics, others came to participate in the group at a later point. In any case, this assembly was the place we met, where we grew up, where we got politicised and formed our feminist struggles.

It was a procedure through which we transformed together. Due to discontinuous and different trajectories of time, we felt the need to repeat this reunion, as we have been for a long time apart. Some left for Berlin, others for Athens, some stayed in Salonika. By printing this magazine we try to devise for us a new time-space condition, so as not to lose this common thread that connects us. The thread of radical queer feminisms. This edition constitutes for us a new spectrum of coexistence, creation and struggle, in an attempt to mold our lives with momentum, care and tenacity.

Why Waves?

Because on our route we came along the waves of feminism and our lives were never the same ever again. Because a wave is defined as a disorder transmitted through time and space, as well as through the vacuum. Because if you dream of waves it indicates sexual desire, because waves are a periodical phenomenon, just like our edition, because “The Waves” is the novel by Virginia Woolf that talks about the imprint of time in our lives and our common experiences. Because we wish for the waves of feminism to multiply and to continue to rock the boat of the social and the political, to create more struggles. For all these reasons. For all the reasons in the world.

Why a queer feminist magazine?

Using this magazine as a vehicle, we desire to create yet another crack in the adverse reality of our everyday life. Through an intersectional approach, we deal with issues of gendered violence, class oppression, racist rhetoric, sexual suffocation, attempting to show how one oppression constitutes and at the same time is constituted by another. Alongside this, we want to promote our needs and desires and shed light on feminine experiences. To talk about the de-pathologisation of femininity, about the strength hiding in passivity and in the bodies that stand constantly or persistently, or are just standing. About sentimentality and about why it’s ok to fall backwards, inwards, sideways, out and to get submerged in it or by it. About the sentiment of community, about transforming sexualities, female solidarity and sisterhood, comradeship and collective struggle.

We imagine this magazine as a space of expression, creation, empowerment, as well as a means of political propaganda and extroversion. Through it, we wish to share political beliefs, experiences, tools, practices, the prospect of a community. We want to present stories and cultures that highlight the cracks, deflections and dissimilarities in the seemingly stocky and homogeneous gendered and nationalist narrative. The struggle of the feminist groups against that reality, the struggle of women immigrants in detention centres, the struggle against labour exploitation, homophobia, transphobia and sexual harassments. Our everyday struggles for visibility and our personal resistances make us stronger, inspires and mobilises us.

In short, what are we going to read in the present issue?

Here, we choose for each one of us to express herself one by one or all together, in several ways and means.

Therefore, we look at women’s drag and the dramatisation of the women’s experience through exaggeration and camp aesthetic, as a liberating procedure and strategy.

We make an introduction to the theory of intersectionality in order to see the multiple systems of power that we fight against as well as the different aspects of our struggles. We consider it important to focus on and at the same time deconstruct sexism, fascism, racism, patriarchy, heteronormativity and so many other violent relations of everyday life.

We recall gendered concerns of our youth.

We re-browse Bataille’s “Story of the Eye”, in an attempt to detect the course of our desire and sexuality and the relationship between pleasure and guilt.

We are interested in finding ways to register, imprint, remember our sexual pleasure and excitement, our sexual desires, that’s why we are squirting and why we attempt to write pornography.

Moreover, we open critical themes concerning the wider social movement field and we wonder how the anti-authoritarian critique on religion combines with Islamophobic reactionary arguments and expresses itself with macho attitude.

We recall the events of 2016 New Year’s Eve in Koln, in an attempt to open a discussion about the sexisms and racisms expressed during that time, along with the anti-sexisms and anti-racisms. We touch upon the limits between the latter, their problematic and occasionally proximate coexistence.

We register experiences of detained women immigrants in the detention centre of Elliniko, and focus on their struggles against their detention, during its operating period. We reflect on the correlation between immigration and detention and we explore the gendered sign of oppression and the violence that women immigrants face.

Where, how, when?

Waves is an irregular periodical edition that is written individually and collectively in Thessaloniki, Athens and Berlin. We choose to circulate it without charge. We promote free financial contribution as a way of material support for the project; it is a part of our politics. It is being distributed in its printed form among feminist, queer, lgbtqi, women’s groups as well as collectives that stand in solidarity, individuals and allies from the wide radical and a/a space, thus creating a network of support, communication, empowerment.

Its web format is on our blog: waves.espivblogs.net. We would be very glad to receive comments and feedback on our e-mail:

waves@espiv.net

enjoy reading!

Waves

Einladung für einen Solidaritäts-Abend

Dieser Text ist eine Einladung für ein Solidaritätsabend, um unser intersektionales queer feministisches Zeitungsprojekt Waves – die zweite Ausgabe befindet sich im Herstellungsprozeß, irgendwo zwischen Deutschland und Griechenland – finanziell zu unterstützen. Am Anfang dieses Abends gegen 21 Uhr wird es eine kleine Präsentation unsers Zeitungsprojektes geben. Wir sehen diesen Abend als eine Möglichkeit, unser Zusammenkommen zu feiern und als einen Weg, unsere Verweigerung und Sehnsüchte sowie unseren kleinen Sabbat, zum Ausdruck zu bringen.

Wir, die Autor*innen von Waves und die Mit-Organisator*innen des heutigen Abends sind Individuen, die aus feministischen und anderen politischen Zusammenhängen aus Thessaloniki (Griechenland) kommen. Die queer-feministische Gruppe Mov Kafeneio war für viele Jahre unsere gemeinsame politische Basis.1

Nun – wie auch immer – wir leben jetzt in verschiedenen Städten Griechenlands und der BRD. Unsere Entscheidung, mit der Publikation der Zeitung fort zu fahren, kommt aus dem Bedürfniss, unseren gemeinsamen uns verbindenen Ansatz zu bewahren und wird von unserem geteilten Verlangen, queer feministische Kritik weiter zu betreiben, befeuert, sowie sich gleichzeitig an Kämpfen in Griechenland und sonstwo zu beteiligen.

Wir würden diesen Abend gerne als einen durch radikal-queere und feministische Politiken inspirierten Event begreifen, der jene Ideen reflektiert, welche unsere Zeitung verkörpert.

Wir würden gerne einen Raum für die Vielfalt unserer Bedürfnisse, Verlangen, Sexualitäten und Körper kreieren. so dass jede* von uns sich wohl fühlt (im größtmöglichen Sinne), dermaßen, dass wir diskutieren, uns kennenlernen und gemeinsam tanzen können.

In dieser Nacht wird weder sexistisches, homophobes oder sonstiges Macker-Verhalten toleriert, noch wollen wir “straighte” (heterosexuelle) cis – privilegierte Verhaltens-/Ausdrucksweisen vorherrschend/dominierend sehen.

Unsere Absicht ist es, mehr Raum für weniger privilegierte Menschen und Kategorien, wie lesbisch, trans, bisexuell, schwul, migrierte Frauen* zu schaffen.

Durch Tanzen (würden wir gerne) dominante cis, straighte Privilegien und Privilegien im allgemeinen in Frage stellen, diesbezüglich reflektierend Raum für Menschen schaffen, die in ihrem täglichen Leben unsichtbar erscheinen und zudem gleichzeitig die Sichtbarkeitsaspekte innerhalb der LGBTQI* Community thematisieren.

Wir möchten, dass sich alle diese Menschen sicher(er) fühlen und wir versuchen sichere(r) Räume zu einer kollektiven Aufgabe zu machen, als Teil einer politischen Kultur, die weit vor der Party beginnt und nach der Party nicht endet.

Wie die Awarenessgruppe des Bethaniens (New Yorck) betonte, sind wir alle für die Party verantwortlich, wir alle sind Teil dieses Abends, die Party ist eine Solidaritätsparty, und dessen Gelingen liegt in unserer aller kollektiven Beteiligung.

Wie auch immer, weder betrachten noch wollen wir, dass diese Party ausschließend ist, sich nur auf die LGBTQI* Community bezieht. sondern eher als etwas offenes für alle Individuen, die feministische und queere Politiken als notwendig und integraler Bestandteil des Kampfes für soziale Befreiung anerkennen und begreifen, verstanden wird.

In Kämpfen für die soziale Befreiung unterscheiden sich unsere Positionen, unsere Ausgangslagen, die zu überwindenen Abstände, unsere Wege, Verlangen und Sehnsüchte. Das ist eine Erkenntnis, die wir im Laufe der Jahre durch unsere Beobachtungen, wie wir innerhalb und außerhalb der radikalen LGBTQI* Community in unserem griechischen Kontext koexistieren können, gewonnen haben.

Wir sind uns bewußt, dass es schwierig ist, eine sichere Geborgenheit und Wohlfühlatmosphäre zu ermöglichen, indem wir einen einschließenden und nicht ausschließenden Raum schaffen. Wir gestehen auch ein, dass es möglich sein kann, dass jede* einzelne* von uns andere ihre/seine Grenzen verletzen oder überschreiten könnten.

Genau aus diesen Gründen, würden wir gerne eure Aufmerksamkeit auf eure persönliche Grenzen und die Grenzen der Anderen lenken. Es ist für uns von wesentlicher Bedeutung und entscheidend, dass sich alle bewußt machen, dass der Weg, um miteinander zu interagieren und zu kommunizieren durch ausdrücklichen gemeinsamen Konsens gekennzeichnet ist, und dass unterschiedliche Individuen unterschiedliche Grenzen haben.

Dieser Soli-Abend entstand mit viel Aufwand, Einsatz, Schwierigkeiten und Zweifeln, so wie es bei jeder politischen Aktion auch wäre. Wir sehen das für Individuen mit gemeinsamen Unterdrückungserfahrungen, geteilten Erwartungen und Antagonismen, als einen Weg, neben anderen Wegen, sich zu treffen. Es ist uns wichtig, dass dieser Abend für alle in einer Atmosphäre von Aufmerksamkeit, Sensibilität und des sich gegenseitigen Kümmerns stattfinden kann.

Wir sind an einer politischen Kultur interessiert, in der sichere(r) Politiken (also eine Politik des gegenseitigen Respekts, sich kümmerns und des sich wohl und sicher fühlens) sowohl als kollektive Angelegenheit und Aufgabe angesehen werden als auch als einen Kampf, der gleichermaßen auf der Strasse als auch in unseren politischen Räumen ernst genommen wird.

Wir sind happy, euch zu unserem Soli-Abend am Freitag, den 5.Januar 2017 von 21 bis 5 Uhr in der New Yorck/Bethanien (Mariannenplatz 2 A), einzuladen.

Herzlichst empfehlen wir, diese Einladung mit Personen der LGBTQI*- und der People of Colour Communities und solchen, die ein Interesse an den Inhalten und Thematiken unserer Soli-Party haben könnten, zu teilen

Best regards,

~Waves~

blogspot: waves.espivblogs.net

P.S.1: Während des ganzen Abends wird ein Awarenessteam neben dem Eingang sitzen, ansprechbar für alle Angelegenheiten des sich wohl- und sicher fühlens. Leute des Awarenessteams werden außerdem auf der Party selbst präsent sein, sichtbar mit rosa Aufnähern.

P.S.2: Rauchen ist in dafür vorgesehenden, gekennzeichneten Räumen möglich.

1 Mov Kafeneio war von 2008 bis 2017 in Thessaloniki aktiv. Ihre Politik beschäftigte sich mit Repression und Macht als Resultat von Genderbeziehungen/Geschechterverhältnissen innerhalb heteronormativer, patriarchaler und kapitalistischer Regime. Mov Kafeneio traf sich in der besetzten Fabrik Yfanet jeden Mittwoch, um dort einen Raum für Infoevents, Präsentationen, Filmvorführungen, Veranstaltungen und politiische Diskussionen gegen Patriarchat, Heteronormativität, Kapital, Nation und Staat zu öffnen.

Sinema Jazeera
Dienstag, 3.10.2017 / ab 20:00 Uhr


“Araf – Im Niemandsland”

Türkei 2012, Regie: Yesim Ustaoglu
Sprache: deutsch, 120 Minuten

Die Jugendlichen Zehra und Olgun arbeiten in einer Raststätte zwischen Ankara und Istanbul und würden am liebsten aus ihrem recht ereignislosen Leben entfliehen. Olgun träumt von der Teilnahme an einer Gameshow und dem Gewinn des Hauptpreises. Damit könnte er Zehra ein besseres Leben ermöglichen und endlich seine Liebe gestehen. Zehra träumt davon sich in jemanden zu verlieben, der sie mitnimmt in die Welt, raus aus dem Alltag, weg von zuhause und ihren strengen traditionsbewussten Eltern. Doch dann verändert sich ihr Leben dramatisch. Sie verliebt sich in den 20 Jahre älteren Lkw-Fahrer Mahur, der eines Wintertages an der Servicestation auftaucht. Ein Film über den Zustand des Dazwischenseins, über Freiheit und Gefangensein in einer zutiefst konservativen Dorfgemeinschaft.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende

Anarchistisches Infocafé
Montag, 25.9.2017 / 20:00 Uhr


“G20-Prozessberichte, Einschätzungen zu Repression und Stimmung”

Ende August kam es bereits zu zwei harten Verurteilungen gegen Peike, einen niederländischen Aktivisten und einen Menschen aus Polen. Peike hat als erster die ganze Härte der politischen Justiz erfahren müssen. Er wurde durch zwei fragwürdig bewiesene Flaschenwürfe und der lächerlich anmutenden Widerstandshaltung “Embryostellung” am Rande der “Welcome to Hell”-Demo zu 31 Monaten Haft verurteilt. Im zweiten Verfahren wurde eine Strategie von Aussagen und Zeugenvorladungen verfolgt. Das Gericht blieb dennoch hart und verurteile das Mitführen von vermeintlich verbotenen Gegenständen mit 6 Monaten Haft auf 2 Jahre Bewährung.

Von den Prozessen, Perspektiven auf weitere und eine Gemengenlage aus Stimmung und Einstimmung der Post-G20-Zeit wird eine Genossin aus Hamburg berichten.
Wir wollen den Abend nutzen um uns darüber und hinaus auszutauschen um die Antirepressionsarbeit von united we stand zu unterstützen. Spenden und Ideen sind daher gern gesehen.
https://unitedwestand.blackblogs.org/

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.