Reclaim New Yorck – Reclaim Party culture

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Reclaim New Yorck – Reclaim Party culture

Nach dem einjährigen Partystop, im NewYorck (Bethanien, Mariannenplatz) findet am 25.11.2017 wieder eine erste Soliparty zur Unterstützung LGBTIQ*-Rechten im Kamerun statt.

Vorerst sind drei Partys in den nächsten drei Monaten geplant. Danach, also im Januar oder Februar wird ein interner Evaluationsprozess stattfinden. Anschließend soll es einen öffentliche Diskussionsveranstaltung dazu geben.

Einige von Euch haben vielleicht gar nicht gemerkt, dass das NY dicht war, andere waren wahrscheinlich erleichtert, weil sie sich dort schon lange nicht mehr wohl gefühlt haben und wieder andere warten ungeduldig auf die Wiedereröffnung…was ist eigentlich passiert? Wo stehen wir jetzt? In diesem Text möchten wir, die im Februar 2017 gegründete Awareness-AG des NY,  eine kurze Erklärung dazu abgeben. Außerdem wollen wir Euch die Möglichkeit geben mit uns in Kontakt zu treten und all
diejenigen herzlich ins NY einladen, die bereit sind aufeinander zu achten und respektvoll miteinander umzugehen, um safer zu feiern.

Zunächst möchten wir Euch jedoch noch darauf aufmerksam machen, dass der 25.11. der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen* ist, es finden eine Demo in Berlin (Startpunkt Hermannplatz, 15 Uhr) und weltweite Aktionen statt! Geht alle hin!

Vor der Party wird die NY-Awareness-AG einen kurzen Input zum Awarness- und Sicherheitskonzept geben und auf Fragen und Kritik eingehen!

Was ist passiert?

Mitte Dezember letzten Jahres hat das Projekt NewYorck im Bethanien nach einer Vergewaltigung auf einer Party einen sofortigen Stopp für Soli-Partys in ihren Räumen beschlossen (mehr Informationen hier: http://newyorck.net/2016/12/15/bis-auf-weiteres-keine-soli-parties-mehr-in-der-newyorck-im-bethanien-until-further-notice-no-soli-parties-at-newyorck-in-bethanien-2/).

Schon vorher gab es auf Soli-Partys in der NY diverse Grenzüberschreitungen und Übergriffe. Wir sind mit diesem Problem auch nicht allein, es kommt in den meisten Veranstaltungsorten regelmäßig zu übergriffigem Verhalten. Es gibt auch eine Vielzahl von verborgenen oder verschwiegenen Übergriffen, denn häufig wird das, was Betroffene von sexualisierter Gewalt berichten – wenn sie die Schwelle überwinden zu sprechen – nicht auf eine Weise gehört, die ihrer Wahrnehmung entspricht. Umso wichtiger ist es für Betroffene. auf einen solidarischen Umgang und Unterstützung zählen zu können. Sexualisierte Gewalt ist immer ein Machtmissbrauch und führt zu Verletzungen und Ausschlüssen.
Bei Übergriffen muss es also Konsequenzen für Täter_innen und unsere Räume geben!

Kurz nach dem Vorfall vom Dezember und dem Party-Stopp hat sich ein vorläufiger Zusammenhang von Aktivist*innen aus dem Umfeld der NewYorck, von der Party-Gruppe und Awareness-Struktur der betreffenden Party im Dezember und weiteren Menschen gebildet. Mit der Betroffenen des Vorfalls wurde Kontakt gehalten, und Unterstützung angeboten. Zum Täter des Übergriffes wurde recherchiert, diesem wurde ein Hausverbot für die Räume der NewYorck ausgesprochen, und wir versuchen, dass dieses Hausverbot auch berlinweit in allen selbstverwalteten, nichtkommerziellen Räumen umgesetzt wird. Der Täter wurde aufgefordert, sich mit seinem Verhalten auseinanderzusetzen und sich nicht mehr in alternativen, selbstverwalteten Zusammenhängen sehen zu lassen.

Seit Mitte Februar hat eine neue Gruppe die Arbeit aufgenommen, die sich regelmässig trifft und dabei ist, neue Strukturen für Partys in der NewYorck im Bethanien zu entwickeln und umzusetzen. Wir sind eine feste Gruppe, die sich um Partyanfragen kümmert und sich für bessere Awarenessstrukturen bei Partys verantwortlich fühlt. Wir haben uns viel damit auseinandergesetzt wie der bisherige Umgang mit Diskriminierung im NY war und wie wir diesen verbessern können:

– Ob und wie wurden Diskriminierungsfälle dokumentiert und besprochen?
– Welche Möglichkeiten gab es für Besucher*innen, Diskriminierung anzusprechen und Unterstützung zu erhalten?
– Wie können wir uns besser mit anderen Veranstaltungsorten und Gruppen, die zum Thema arbeiten, vernetzen?
– Was sind die politischen Prinzipien dieses Ortes, wie können Partys im New Yorck wieder politischer, reflektierter und selbstorganisierter werden?
– Wer kümmert sich bei Konflikten, Übergriffen und Stress?
– An wen richten sich die Veranstaltungen, wer fühlt sich wohl, wer nicht?
– Warum ist Feiern wichtig? Ist Feiern wichtig? Wie, warum und mit wem wollen wir feiern?
– …
Viele Fragen, die wir ausgiebig mit verschiedenen Menschen diskutiert haben. Daraufhin haben wir ein neues vorläufiges Awarenesskonzept für das New Yorck entwickelt.

Anders als in kommerziellen Discos und Clubs gibt es in vielen selbstorganisierten Orten keine festen Securitys oder Türsteher*innen. Wir finden es wichtig als Awareness-AG nun ein fester Bestandteil des NY-Kollektivs zu sein und auf diese Weise eine kontinuierliche, verlässliche und ansprechbare Struktur zu stellen, die wichtige Infos ans Haus und Partyorganisator*innen weitergibt, bei Partys präsent ist
und das Awarenessteam der Partygruppe supported.
Es gibt mittlerweile im NY eine rollstuhlgerechte Toilette und gerade arbeiten wir daran, den Zugang für Rollstuhlfahrer*innen zu garantieren.
Wir halten euch auf dem Laufenden! Bei Fragen kontaktiert uns (Mail: awarenet@riseup.net).

Wir wünschen uns, dass viele Menschen gerne für Parties und einen Alltag ohne Angst und Übergriffe aktiv werden wollen und hoffen sehr, dass sich bei den nächsten Soliparties alle Besucher*innen wohl fühlen. Es wird klare Ansprechpartner*innen geben bei Problemen, einen Rückzugsort und Konsequenzen bei übergriffigem Verhalten. Damit dies klappt sind wir natürlich auch total darauf angewiesen Besucher*innen zu haben, die Lust darauf haben diesen Space gemeinsam mit uns zu gestalten und Rücksicht und Verantwortung zu übernehmen.

Es gibt leider nie eine Garantie, dass alles „gut“ läuft. Bestimmt gibt es auch Dinge, die wir nicht auf dem Schirm hatten, die wir nicht gründlich genug durchdacht oder vergessen haben, etc. Wir sind super dankbar für kritisches Feedback und verstehen unsere Arbeit stets als Work-in-progress!

Wenn Ihr Interesse habt unser Awarenesskonzept und andere Texte, die wir geschrieben haben, zu lesen, kontaktiert uns gerne: awarenet@riseup.net.
Wir freuen uns auch sehr über Leute, die kontinuierlich bei uns mitarbeiten wollen!

Wenn ihr aufgrund von Erfahrungen, die ihr früher im New Yorck gemacht habt, mit uns sprechen wollt oder unsicher seid, ob ihr wieder zu einer Party dort gehen möchte könnt ihr uns auch sehr gerne kontaktieren!

Die “Awareness-bei-Partys”-Gruppe der NewYorck im Bethanien

awarenet@riseup.net
newyorck@so36.net
http://newyorck.net/

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Reclaim New Yorck – Reclaim Party culture

Following a year long party stop in NewYorck (Bethanien, Mariannenplatz), on the 25.11.2017 a soli-party in support of LGBTIQ* rights in Cameroon will take place.

At first, three parties have been planned over the next three months. After this, in January or Febuary, an internal evaluation process will take place. An open discussion will be organised following this.

Some of you may not have even noticed that NY was closed for parties, others were probably relieved as they hadn’t felt well there for quite a while, and still others are waiting impatiently for the reopening…
What actually happened? What is the situation now? In this text we, the Awareness-AG of NY which came together in Febuary 2017, want to give you a short explanation. We also want to give you the possibility to get in contact with us, and invite all those to NY who are ready to look after each other and treat each other respectfully so that we can have safer parties together.

We want to draw your attention to the fact that the 25th is also the International Day against Violence on Women*. There is a demo in Berlin (starting at Hermannplatz at 3pm) alongside actions worldwide. Come join us! Before the party on the 25th the NY Awareness working group will give a short input to the new Awareness and Security concept and will be available for questions and critic!

What happened?

In the middle of December of last year, following a sexual assault at an event in the space, the Project NewYorck in Bethanien called for a complete soli-party stop (more information here:
http://newyorck.net/2016/12/15/bis-auf-weiteres-keine-soli-parties-mehr-in-der-newyorck-im-bethanien-until-further-notice-no-soli-parties-at-newyorck-in-bethanien-2/).

Even before this there were several transgressions and assaults at Soli-Parties in NY. This is not the only space with this problem.
Transgressive behaviour occurs regularly at most venues. There are also many hidden or discrete abuses. Often, the victims of sexual violence – those who do find a way to talk about it  – are not listened to in a way that corresponds with their perceptions. It is even more important for those affected to be able to count on solidarity and support. Sexual violence is always an abuse of power and leads to injuries and exclusion. When attacks happen, there must be consequences for the perpetrators and our spaces!

Shortly after the incident in December and the party-stop, activists connected with NewYorck, the December party-group and it’s awareness structure alongside other people met temporarily. Contact was kept with the  victim of the incident and support offered. Research was carried out on the perpetrator of the attack and a house-ban was announced for NewYorck. We are trying to arrange that this house ban is also implemented throughout Berlin in self-managed, non-commercial spaces.
The perpetrator was asked to deal with his behavior and to stay away from alternative, self-managed contexts.

Since mid-February 2017, a new group formed which, meeting regularly, is in the process of developing and implementing new structures for parties in NewYorck Bethanien. A fixed group, we take care of party requests and feel responsible for better awareness structures at parties. We dealt a lot with how discrimination was previously handled in NY and how it can now be improved:

– Whether and how were cases of discrimination documented and discussed?
– Which possibilities were there for guests to address discrimination and to get support?
– How could we network better with other event spaces and groups working on this topic?
– What are the political principles of this space? How can parties in New York become more political, reflective and self-organized?
– Who takes care of conflicts, attacks and stress?
– Who are the events for? Who feels good there, who doesn’t?
– Why is it important to celebrate? Are parties important? How, why and with whom do we want to party?
– …
We have discussed many of these questions extensively with a variety of people. In conclusion we developed a new preliminary awareness concept for New Yorck.

Unlike in commercial discos and clubs, in most self-organized locations there are no permanent security or bouncers. We consider it important as Awareness AG to be an integral part of the NY collective. We aim to provide a continuous, reliable and approachable structure which passes important information between the house and party organizers, is present at parties and supports Awarenesss-teams and party groups.

There is now a wheelchair-accessible toilet in NY. We are currently working to guarantee access to the party space for wheelchair users. We will keep you up to date about this! If you have any questions contact us (Mail: awarenet@riseup.net).

We hope that many people actively work towards the possibility of having parties and an everyday life without assault and fear, and we very much hope that all visitors will feel comfortable at the next Soli-parties.
There will be clear contact-persons in case of problems, a retreat room and consequences where there is transgressive behavior. For this to work, we are totally dependent on having visitors who want to shape this space together with us and to take care and responsibility for each other.

Unfortunately, there is never a guarantee that everything goes “well”.
There are most certainly things we did not have on our radar, that we did not think through or forgot, etc. We are extremely grateful for critical feedback and always see our work as a work-in-progress!
If you are interested in reading our Awareness Concept and other texts we have written, please contact us: awarenet@riseup.net. We are also very happy about people who want to join us in our ongoing work!

If you want to talk to us because of past experiences in the New Yorck or if you are unsure if you would like to come to a party there, you are welcome to contact us!

The “Awareness at Parties” group of NewYorck im Bethanien

awarenet@riseup.net
newyorck@so36.net

Sinema Jazeera
Dienstag, 3.10.2017 / ab 20:00 Uhr


“Araf – Im Niemandsland”

Türkei 2012, Regie: Yesim Ustaoglu
Sprache: deutsch, 120 Minuten

Die Jugendlichen Zehra und Olgun arbeiten in einer Raststätte zwischen Ankara und Istanbul und würden am liebsten aus ihrem recht ereignislosen Leben entfliehen. Olgun träumt von der Teilnahme an einer Gameshow und dem Gewinn des Hauptpreises. Damit könnte er Zehra ein besseres Leben ermöglichen und endlich seine Liebe gestehen. Zehra träumt davon sich in jemanden zu verlieben, der sie mitnimmt in die Welt, raus aus dem Alltag, weg von zuhause und ihren strengen traditionsbewussten Eltern. Doch dann verändert sich ihr Leben dramatisch. Sie verliebt sich in den 20 Jahre älteren Lkw-Fahrer Mahur, der eines Wintertages an der Servicestation auftaucht. Ein Film über den Zustand des Dazwischenseins, über Freiheit und Gefangensein in einer zutiefst konservativen Dorfgemeinschaft.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende

Anarchistisches Infocafé
Montag, 25.9.2017 / 20:00 Uhr


“G20-Prozessberichte, Einschätzungen zu Repression und Stimmung”

Ende August kam es bereits zu zwei harten Verurteilungen gegen Peike, einen niederländischen Aktivisten und einen Menschen aus Polen. Peike hat als erster die ganze Härte der politischen Justiz erfahren müssen. Er wurde durch zwei fragwürdig bewiesene Flaschenwürfe und der lächerlich anmutenden Widerstandshaltung “Embryostellung” am Rande der “Welcome to Hell”-Demo zu 31 Monaten Haft verurteilt. Im zweiten Verfahren wurde eine Strategie von Aussagen und Zeugenvorladungen verfolgt. Das Gericht blieb dennoch hart und verurteile das Mitführen von vermeintlich verbotenen Gegenständen mit 6 Monaten Haft auf 2 Jahre Bewährung.

Von den Prozessen, Perspektiven auf weitere und eine Gemengenlage aus Stimmung und Einstimmung der Post-G20-Zeit wird eine Genossin aus Hamburg berichten.
Wir wollen den Abend nutzen um uns darüber und hinaus auszutauschen um die Antirepressionsarbeit von united we stand zu unterstützen. Spenden und Ideen sind daher gern gesehen.
https://unitedwestand.blackblogs.org/

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 19.9.2017 / ab 20:00 Uhr

• • • “The Road to Guantánamo” • • •

Semi-Doku
Afghanistan/Pakistan 2006
Regie: Michael Winterbottom, Mat Whitecross
Engl. mit dt. UT, 95 Minuten

Der semi-dokumentarische Film ist die Geschichte von drei jungen Briten aus Tipton (den so genannten “Tipton Three”), die im Herbst 2001 von Milizen der Nordallianz in Afghanistan festgenommen und später an die US- Streitkräfte ausgeliefert wurden und fast drei Jahre in Guantánamo Bay (Kuba) inhaftiert waren, ohne Anklage oder juristische Vertretung.

Durch die Anwendung von Folter wollte das US-Militär aus ihnen falsche Geständnisse über die Mitgliedschaft bei al-Qaida und den Taliban pressen. 2004 wurden die “Tipton Three” freigelassen. Der vierte Jugendliche, Mounir, der während der Flucht aus Kundus vor dem amerikanischen Bombardement verschwand, wurde nie wieder aufgefunden.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende

MONTAG 11.9. –   20 UHR

Anarchistisches Infocafé


“Défendre La ZAD – Construire la ZAD”


Verteidigt die ZAD – kein Flughafen in Notre Dame  des Landes (Frankreich). Bericht mit Fotos von der “Intergalaktischen Woche” in der autonomen Zone La Zad. Infos, aktueller Stand, Diskussion und Debatte und neuen Plakaten.

Le combat continue…

Von einigen die gerade von der ZAD zurückgekommen sind.
Ab 19.30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 5.9.2017 / ab 20:00 Uhr


• • • "Rif 58-59. Breaking the silence" • • •

Dokumentarfilm
Marokko 2014
Regie: Tarik El Idrissi
Arab./tarifit/span./franz. mit engl. UT
76 Minuten

Der Film ist eine dokumentarische Erinnerung an den Aufstand der 
Rif-Bewohner gegen ihre Eingliederung in den marokkanischen Staat.
1958/59 lehnten sich die Bewohner des Rif-Gebirges im Norden Marokkos 
gegen den – nach der Unabhängigkeit von Spanien und Frankreich 1956 
entstandenen – neuen marokkanischen Staat auf. Seine zentralistischen 
Bestrebungen zerstörten ihre gewachsenen politischen, sozialen und 
ökonomischen Strukturen in der Rif-Region.
Benachteiligung, Unterwicklung und Menschenrechtsverletzungen aus der 
folgenden Regierungszeit Hassan II. sitzen tief im kollektiven und 
individuellen Gedächtnis der Rif-Kabylen.
Doch auch mit der aktuellen Politik des monarchisch, 
feudal-kapitalistischen Regimes unter Mohamed VI. treten kaum 
Verbesserungen ein.

Nach dem Film wollen wir uns noch über die aktuelle 
"Hirak"-Protestbewegung in der Rif-Region austauschen, 
die am 28. Oktober vorigen Jahres mit dem Tod des Fischhändlers 
Mouhcine Fikri in der Stadt Al Hoceima begann.


Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, 
mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende

Sinema Jazeera
Dienstag, 1.8.2017 / ab 20:00 Uhr

“Die fliegenden Jungen von Gaza”

Dokumentarfilm, Palästina 2013
Regie: Carmen Butta, Arab. mit dt. voice over, 88 Minuten

Wenn sie durch die Luft wirbeln, fühlen sich die Jungen frei und vergessen für Augenblicke die Enge und Unterdrückung, die sie tagtäglich im Gazastreifen erfahren. In einem Land, das seit Jahrzehnten unterdrückt wird, ist ihre Hoffnung auf eine freie Zukunft verschwindend gering. Mit Akrobatik und Freerunning brechen sie aus ihrem Alltag aus. “Parkour” heißt ihre Leidenschaft: die Kunst, von Körper und Umwelt gesetzte Grenzen zu überwinden. Immer neuere Hindernisse spornen sie zu immer gewagteren Sprüngen an. Doch im Gaza-Streifen ist Parkour auch eine Art, sich aufzulehnen . Die Dokumentation begleitet die Jungen vom “Gaza Parkour” in ihrem Alltag im Süden des Gazastreifens, in ihrer Stadt Chan Junis.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.

LATINOKINO Dienstag, 25.07.2017 

 

18.30 Soli-Bar/comida Popular.

19:00 : Der Knast im Film II

“Mujeres en prision” Frauen im Gefängnis

Proyección: “Relatos desde el encierro”

(Guadalupe Miranda, México, 78 min. 2004, Spanisch mit englische Untertitel)

Posterior debate. Organizan: Revista Víscera und Latinokino

Invitamos a tod@s l@s interesad@s a la segunda presentación de Ciclo “Cine y prisión””Der Knast im Film”. Esta vez abordaremos la problemática del encarcelamiento de mujeres, un fenómeno que en los últimos veinte años se ha masificado en diferentes partes del mundo. El encierro femenino plantea asimismo nuevos mapas políticos y conceptuales para la lucha anti-carcelaria.

Presentaremos “Relatos desde el encierro”, un documental de la realizadora mexicana Guadalupe Miranda sobre la vida de las reclusas de un penal del Estado mexicano de Jalisco. El film se adentra en la vida en el penal de “Puente Grande”, donde las presas dan testimonio de sus vidas y hablan de la experiencia emocional del encierro carcelario y de la forma en que intentan organizar la vida rutinaria y cotidiana. Desde una mirada hacia la intimidad, ellas reflexionan sobre la condición humana, la supervivencia y el concepto de libertad. 

http://latinokinony59.blogspot.de/2017/07/latinokino-25072017.html

 

Version in deutsch:

Wir laden alle Interessierten zur zweiten Präsentation des Filmzyklus “Cine y prisión – Der Knast im Film” ein. Diesesmal geht es um Einknastung von Frauen, ein “Phänomen”, das in den letzten zwanzig Jahren sich in den verschiedensten Teilen der Welt massifiziert hat. Die Wegsperrung von Frauen entwirft selbst neue politische Landkarten und Konzeptualisierungen für den Anti-Knast-Kampf.

Wir werden “Relatos desde del encierro – Erzählungen aus dem Einschluss” zeigen – ein Dokumentar-Film der mexikanischen Regisseurin Guadalupe Miranda – über das Leben von weiblichen Gefangenen

im Gefängsnis Jalisco, Mexiko. Die Gefangenen von “Puente Grande” geben Zeugnis von ihren Leben und sprechen von ihren emotionalen Erfahrungen innerhalb der Knast-Situation. Sie erzählen von ihrer Form, ein alltägliches Leben dort zu organisieren. Sie reflektieren über Menschsein, über Überleben und ein Konzept von Freiheit.

Entrada Libre/colaboracion

 

Anarchistisches Infocafé
Montag, 24.7.2017 / 20:00 Uhr

—– “Je lutte donc je suis – Ich kämpfe also bin ich” —–

Dokumentarfilm
Spanien/ Griechenland 2015
Regie: Yannis Youlountas, Span./franz./griech. mit dt. UT, 105 Minuten

Dieser Film dokumentiert viele der Kämpfe und Solidaritätsbewegungen, die sich in Griechenland und Spanien seit den verordneten Sparmassnahmen ereignet haben: Kämpfe gegen Räumungen, Besetzungen von Arbeitsämtern, Widerstand gegen Polizeirepression und Riots, aber auch selbstorganisierte Medienprojekte, Migrant_innenforen, Kooperativen und Solidaritätsinitiativen.
Aus Resignation wird schnell Widerstand, der unterschiedliche Bevölkerungsschichten zusammen bringt. Eine spannende Reise mit Musik, von einem zum anderen Ende des Mittelmeeres.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

 

Sinema Jazeera
Dienstag, 18.7.2017 / ab 20:00 Uhr

“Angel on the right – Fararishtay kifti rost”

Spielfilm
Tadschikistan 2002, Regie: Djamshed Usmonov
Tadschikisch (farsi) mit engl. UT, 88 Minuten

Nach zehn Jahren, die er in Moskau und dort teilweise im Gefängnis verbrachte, kehrt Hamro in seine tadschikische Heimatstadt Asht zurück, weil er glaubt, dass seine Mutter im Sterben liege und er ihr Haus verkaufen könne. Doch die Frau erfreut sich bester Gesundheit, und der Heimkehrer bekommt es mit Bewohnern des Städtchens zu tun, bei denen er noch etliche Rechnungen offen hat, die diese einfordern – mit Nachdruck. Entweder er zahlt oder er stirbt.
Zusätzlich zu seinen Geldsorgen soll er sich auch noch um einen kleinen Jungen kümmern, der angeblich sein Sohn ist.
Eine lakonisch im neorealistischen Stil entwickelte Komödie mit einigen surrealen Elementen die sich zwischen dem harten tadschikischen Alltag und der mythischen Welt islamischer Legenden abspielt.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.

15.07.: SOMMER-FEST!

Anlässlich zum 12. Jahrestag der Besetzung des Südflügels findet wieder unser Sommer-Fest draußen statt. Und das möchten wir gern mit Euch feiern und Ihr seid alle herzlich eingeladen! 🙂

Euch erwartet Folgendes:

Artistisches Theater, köstliches Essen und Getränke, Infos und selbstverständlich auch Musik… :
Die Diebin, Shechoir, Dogmatic Loverboys, Two Times Twice, Siwomat, Moanú und
Trainingseinheit Katzenkotze

Es wird auch Softeis geben und ein Plantschbecken. Also, bringt trockene Sachen für die Kids mit! 🙂

Wir freuen uns auf Euch!!

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It’s the 12th anniversary of the squatting of the south wing of the Bethanien and we want to celebrate it with you 🙂

You’re heartly welcome!

All this is waiting for you…:

Artistical theatre, delicious food and drinks, information and – of course – music:

Die Diebin, Shechoir, Dogmatic Loverboys, Two Times Twice, Siwomat, Moanú und
Trainingseinheit Katzenkotze

There’ll be also soft ice cream and a little pool – so bring dry clothes for the kids! 🙂

We are looking forward to seeing you there!