Sinema Jazeera
Dienstag, 20.11.2018 / ab 20:00 Uhr

“Die Frau die singt – Incendies”

Libanon 2010, Regie: Denis Villeneuve
franz./arab. mit engl. UT, 133 Minuten

Als der Notar den Zwillingen den letzten Willen ihrer Mutter Nawal eröffnet, sind die beiden etwas erstaunt, zwei verschlossene Umschläge überreicht zu bekommen – einen Brief für ihren Vater, von dem sie glaubten, er sei tot, und einen für ihren Bruder, von dessen Existenz sie nichts wussten.
Dies führt sie auf die Suche nach den Angehörigen in den Libanon, in ein vom Bürgerkrieg zerstörtes Land. Sie folgen den Spuren ihrer Mutter, eine von der Familie Verstossene und Widerstandskämpferin, die von Gewalt und Folter geprägt waren und stossen somit auch auf die ungeheuerliche Wahrheit ihrer eigenen Herkunft.

Der Film basiert auf dem Theaterstück “Incendies” von Wajdi Mouawad.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 12.11.2018 / 20:00 Uhr

#Kein Schlussstrich
Geheimdienste und NSU-Komplex

Wenige Tage nach der Selbstenttarnung des NSU begann im Bundesamt für Verfassungsschutz eine groß angelegte Spurenvernichtung. Auch danach logen und schwiegen Mitarbeiter der verschiedenen Dienste im Münchner Prozess und in den verschiedenen Untersuchungsausschüssen. Konsequenzen gab es kaum. Disziplinar- und Strafverfahren gab es keine. Stattdessen stiegen einige der damaligen Protagonisten in den Behörden sogar noch auf. Die Dienste selbst erhielten weitere Befugnisse und immense zusätzliche Ressourcen.

Das Aufklärungsversprechen der Bundesregierung gegenüber den Überlebenden und Angehörigen der rassistischen Mord- und Anschlagsserie wurde hiermit gebrochen. Nach dem Ende des NSU-Prozesses vor vier Monaten ist jedoch zu rechnen, dass das öffentliche Interesse an diesem dauerhaften Skandal weiter abnehmen wird.

Die Kampagne Blackbox Verfassungsschutz (www.blackbox-vs.de) gibt eine Übersicht über die Rolle des V-Leute-Systems und der Geheimdienste im NSU-Komplex. Anschließend besteht die Möglichkeit über politische Strategien, Analysen und mögliche Aktivitäten zu diskutieren.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 6.11.2018 / ab 20:00 Uhr

“Fish and Cat – Mahi va gorbeh”

Iran 2013, Regie: Shahram Mokri
farsi mit deutschen Untertiteln, 134 Minuten

Zur Wintersonnenwende trifft sich eine Gruppe Teheraner Student*innen zum jährlichen Drachen steigen lassen an einem abgelegenen See. Während sich die einen in bester Laune ihres Wiedersehens freuen und in Erinnerungen schwelgen, irren die andern unruhig durch den umliegenden Wald. In der Nähe ihres Zeltlagers befindet sich ein einsames Restaurant, das von drei sonderbaren älteren Männern betrieben wird. Gerüchte ranken sich um ihre Art der Fleischbeschaffung …
Der Film führt uns in einer einzigen langen Einstellung durch Raum und Zeit, die sich wie in einem Möbiusband verschränken. Was am Anfang eine einfache Geschichte schien, wird zum Albtraum.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende.

08.11.: Awareness-Workshop für die NewYorck // Awareness-Workshop for the NewYorck

***english below***
To be forwarded also!!!

Wir, die Awareness-AG, suchen Menschen, die Lust haben, in unsere Gruppe einzusteigen, und/ oder auch nur punktuell einige Partys zu betreuen. Deshalb laden wir zu einem Workshop ein, auf dem ihr uns und unsere Arbeit kennenlernen könnt. Wir freuen uns über Mitarbeit und Unterstützung! Falls ihr die Awareness supporten wollt, aber am 8.11. keine Zeit habt, schreibt uns ne mail an: awarenet@riseup.net oder sprecht uns an!

Zum Hintergrund: Vielleicht haben einige von euch die Entwicklungen der
letzten eineinhalb Jahre in der New Yorck mitbekommen
(Artikel: Reclaim NewYorck – Reclaim Club Culture). Nach einer Vergewaltigung auf einer Soliparty im Dezember 2016 gab es einen einjährigen Partystopp, während dessen eine neugegründete Awareness-AG im Haus ihre Arbeit aufgenommen hatte. Lange wurde diskutiert ob und wie noch Partys in der New Yorck stattfinden könnten. Intern und auch auf öffentlichen Veranstaltungen wurde sich dafür ausgesprochen. In einem längeren Prozess wurde ein neues Konzept ausgearbeitet und auf mehreren Partys ausprobiert und weiterentwickelt. In diesem Konzept steht die Kontinuität der Awarenessstrukturen und eine gute Vor- und Nachbereitung im Mittelpunkt. Das bedeutet, dass wir uns als Awareness-AG regelmäßig treffen und mit den Partygruppen die Partys vor- und nachbesprechen. Auch auf den Partys sind wir durchgängig mit zwei Leuten anwesend. Da wir eine ziemlich kleine Gruppe sind, konnten wir bisher nur wenige Partys begleiten und ob wir diese Arbeit in Zukunft aufrechterhalten können, ist leider ungewiss. Wir sind überzeugt davon, dass Awareness einen wichtigen Beitrag für
sicherere Räume und Szenen leistet. Wir sind auch weiterhin der Meinung, dass ohne kontinuierliche konzeptionelle Begleitung, keine Partys im New Yorck stattfinden sollten. Wir wollen in unseren Räumen nicht den sexistischen Normalzustand und weiterhin dafür kämpfen, dass die New Yorck ein emanzipatorischer Raum wird.

We, the Awareness-AG, are looking for people who would like to join our
group, or would be up for taking responsibility for a set number of parties at
New Yorck 59. We would like to invite you to a workshop where you can get to know us and our work. We are looking forward to collaboration and support. If you want to support, but you dont have time, contact us via mail awarenet@riseup.net or talk to us!

Background: Perhaps some of you have been following the developments in New Yorck over the last year and a half (text: Reclaim NewYorck – Reclaim Club Culture). A sexual assault took place during a soliparty in December 2016. A one year halt to parties was implemented directly following this. During this year, a newly formed in-house working group (Awareness-AG) began its work. There was much discussion about if and how parties could take place again in New Yorck. Internal and open events informed this process. A new concept was developed and it was tried out at several parties, then adapted further. Continuity in the Awareness structure as well as good preparation and evaluation are central to this concept. The Awareness-AG has regular meetings as well as meeting party groups before and after their events. At least two members of our group are present at all parties taking place in New Yorck. As the Awareness-AG is a small group, we did not have capacity to support many parties and now it is unclear whether we can keep up with this work. We are convinced that Awareness is an important contribution to safer spaces in our scene. We do not think parties should take place in New Yorck without continuous, conceptual guidance. We do not want sexism to be the normality in our spaces and we will fight to make New Yorck an emancipatory space.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 22.10.2018 / 20:00 Uhr

“Kohleausstieg 2038?! Nein, jetzt!”
Ende Gelände als Aktionsbündnis setzt sich für das sofortige Ende dieses Wahnsinns ein!


Nachdem am 7. Oktober ein Gerichtsurteil das Roden des Hambacher Waldes vorerst verbot, wird die Anti-Kohle-Bewegung immer größer und der Ruf um Klimagerechtigkeit immer lauter!
Tausende Menschen werden zwischen dem 25. und 29. Oktober mit einer Aktion des zivilen Ungehorsams Braunkohleinfrastruktur blockieren, um ein Zeichen gegen Kohle und Kapitalismus zu setzen!
Der Wald ist vorerst gerettet, jetzt kommt das Weltklima dran. Wie das genau passieren wird und worauf sich Menschen, die dabei sein möchten, vorbereiten können, erfahrt ihr heute.
Es wird die Möglichkeit geben, Tickets für den Sonderzug zum Aktionscamp zu erwerben und im Anschluss ist noch Raum für Fragen und Diskussion.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 7.8.2018 / ab 21:00 Uhr

• Achtung: Veränderte Anfangszeiten!

“Gaza Surf Club”

Palästina/ Gaza 2016, Regie: Philip Gnadt, Mickey Yamine
arab./ engl. mit dt. UT, 85 Minuten

Der Gazastreifen liegt zwischen Ägypten und Israel – abgeriegelt durch einen langen, von israelischen Soldaten kontrollierten Grenzzaun. Kaum jemand kommt heraus, fast nichts und niemand kommt hinein.
Die totale Isolation und Unfreiheit der Palästinenser*innen haben sich im letzten Jahrzehnt immer weiter verschärft. Inmitten von Häuserruinen, Trümmern, Schutt und Asche gibt es kaum noch Hoffnung: In Gaza hat der Krieg seine Spuren hinterlassen.
Doch trotz dieser trostlosen Realität hat sich rund um den Strand von Gaza-City in den letzten Jahren eine kleine Surf-Community gebildet, die unter erschwerten Bedingungen versucht, auf den Wellen die Freiheit zu finden, die ihnen der Alltag verwehrt. Surfen ist für sie Lebensinhalt, Flucht, Hoffnung. Sie sprechen über ihre Lage, ihre Weltsicht und ihre Träume, ohne die sie kaum überleben könnten. Der Film zeigt auch wie schwierig es ist, trotz der harten Umstände die Heimat zu verlassen und Grenzen zu überwinden.

Achtung: Veränderte Anfangszeiten!
• Bei schönem Wetter und angenehmer Temperatur werden wir den Film ab 21:00 Uhr vor dem Haus zeigen.
• Der Tresen ist dann ab 20:00 Uhr offen, mit kühlen Getränken und veganen Schnittchen.
Eintritt: Spende.

Anarchistische Infocafé
Montag, 23.7.2018 / 20:00 Uhr

“Born in Flames”
USA 1983, Regie: Lizzie Borden, Sprache: engl., 90 Min.

Zehn Jahre nach einer sozialistischen Revolution in den USA hat sich in diesem alternativen Amerika für Frauen nichts geändert: Unterdrückung, alltägliche Diskriminierung, sexuelle Übergriffe, Doppelbelastung – den Frauen reicht es. Sie verbünden sich quer zu sozialen, ethnischen, kulturellen, sexuellen Identitäten und nehmen den Kampf auf…
Der Film stellt die Frage, ob die Unterdrückung der Frauen jemals, in einem irgendwie gearteten sozialen System, ein Ende finden wird. Die Antwort ist eindeutig: die Frauen greifen zu den Waffen…

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 9.7.2018 / 20:00 Uhr


“Erzählungen über G20”
Zwei Dokumentationen zum G20-Gipfel vor einem Jahr (mit Popcorn).

Die erste Doku heißt „Die schwarze Gewalt“, dauert knapp 45 Min. und wurde Anfang Juni in der ARD ausgestrahlt. Es handelt sich dabei um eine Propagandadokumentation für die „SoKo schwarzer Block“. Die zweite Dokumentation heißt „Aussage gegen Aussage“, dauert eine halbe Stunde, kommt aus aktivistischer Ecke und beschäftigt sich vor allem mit dem illegalen Verhalten des Staates und v.a. der Polizei während des G20. Wir wollen beide Dokus gemeinsam schauen, und anschließend diskutieren: Welche Erzählungen über Hamburg werden präsentiert? Wie können wir auch über einen längeren Zeitraum unsere Gegenerzählung aufrecht erhalten?

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 3.7.2018 / ab 20:00 Uhr

“The last friday”

Jordanien 2011, Regie: Yahya Alabdallah
arab. mit dt. UT, 89 Minuten

Ein jordanischer Taxifahrer, der die Wechselfälle des Lebens mit stoischer Gelassenheit nimmt, hat eine Operation in wenigen Tagen, ohne zu wissen, wie er das Geld dafür aufbringen soll. Durch seine Spielsucht hat er alles verloren: Seine Frau, sein Geld, seine Arbeit.
Lakonisch inszeniert, getragen von schwarzem Humor sowie intensiven Bezügen zu den sozialen Gegensätzen des Landes, gewährt der Film Einblicke in den arabischen Alltag und zeigt einen Underdog, dem wenig Handlungsspielraum bleibt.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit kühlen Getränken und veganen Schnittchen.
Eintritt: Spende.

 

Anarchistisches Infocafé
Montag, 25.6.2018 / 20:00 Uhr

"ES WAR EINMAL IN CAFÉ KOTTI"


a live film by Francesca Cogni, Demet Şimşek and Alaa 
Elsalamony dramaturg: Chiara Galesi, sound design: 
Wael Jegham

languages: german, italian, arabic (egyptian), 
turkish, english + english 
“subtitles”,40 min.,Germany 2016.

Alaa viene dall’Egypt, il est venue en Deutschland after 
several yaş في Italia. Demet ist Deutsch, con un turkish 
background, بوها est venue comme Gastarbeiter in die ’70.
Tanıştılar al Café Kotti. يقولو in italiano as a common language.
Es war einmal in café Kotti ist a project about languages, 
migration and meeting. An experiment of translation.
Un progetto über die cultural و 
linguistic métissage we erleben every Tag.


Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum 
Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen
 für Alle auf Spendenbasis.