Sinema Jazeera
Dienstag, 6.2.2018 / ab 20:00 Uhr

••• “Tonpuppen” •••


Tunesien 2002, Regie: Nouri Bouzid
arab. mit dt. UT, 100 Minuten

Ein etwa 40-jähriger Mann verdient sich seinen Unterhalt, indem er Kinder aus seinem armen Heimatdorf als Haushaltshilfen für neureiche Hauptstädter vermittelt. Einst selbst auf diese Weise nach Tunis gekommen, weiß er um die Abgründe der harmlos erscheinenden Tätigkeit, die bis zu sexuellen Übergriffen reichen. Deshalb verbürgt er sich für die Sicherheit der ihm anvertrauten Kinder und Frauen und sorgt sich um sie. Als eine Neunjährige bei ihm Schutz sucht, beginnt er sein eigenes Tun in Zweifel zu ziehen.
Mit teils sehr poetischen, teils realistischen Bildern schildert Nouri Bouzid das starke Gefälle zwischen Reichen und Armen in seinem Land, das in der Ausbeutung der Frauen als billige Arbeitskraft und als Sexualobjekt noch eine weitere gesamtgesellschaftliche Komponente bekommt.
Hat sich, sieben Jahre nach dem ‘Arabischen Frühling’, etwas verändert?

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende.

African Food Küfa und Film am 5. Februar

Vegetarisch/Vegan
Jeden 1. & 3. Montag im Monat
Ab 19:30h gegen Spende: 3-5€

5. Februar
African Film Abend: Ken Bugul (Niemand will sie)
&
African Food Küfa
Die Küfa bietet eine Möglichkeit zur Unterstützung, zur Vernetzung und zum
Austausch. Gerne möchten wir diese Küfa langfristig als
Finanzierungsmöglichkeit für Refugees weiterführen.
Wir freuen uns auf euch!

SoliPartys im New Yorck ? Diskussion 21. Februar 2018

***english below

***français en bas

Liebe Leute,

wir möchten Euch herzlich zu unserer Diskussionsveranstaltung zu der Frage

Solipartys im New Yorck?” am Mittwoch den 21.2. um 19 Uhr

in der NewYorck im Bethanien einladen (Mariannenplatz 2A).

Nach dem einjährigen Partystop seit September 2016

(Statement der NewYorck dazu siehe: http://newyorck.net/2016/12/15/bis-auf-weiteres-keine-soli-parties-mehr-in-der-newyorck-im-bethanien-until-further-notice-no-soli-parties-at-newyorck-in-bethanien-2/)

haben seit November 2017 drei Partys im NY stattgefunden (Statement zur Wiedereröffnung von der Awareness AG, siehe http://newyorck.net/2017/11/17/reclaim-new-yorck-reclaim-party-culture/).

Wir haben seither viele unterschiedliche Eindrücke zur Umsetzung unseres Awareness- und Sicherheitskonzepts und zur allgemeinen Atmosphäre während den Partys gesammelt und haben gemeinsam mit den Partyorganisator*innen jede Party ausgewertet. Dabei sind viele Fragen zur Berliner Partykultur im Allgemeinen und zu unseren selbstorganisierten Strukturen aufgekommen.

Nun möchten wir Euch einladen mit zu diskutieren. Mithilfe eines offenen Evaluationsprozeßes möchten wir entscheiden, ob wir das NY auch weiterhin für Partys zur Verfügung stellen können und wenn ja unter welchen Bedingungen. Wir sind leider immer weniger in der Gruppe geworden, deshalb wünschen wir uns auch noch mehr Mitstreiter*innen, die Lust haben sich im NY zu engagieren und dafür Verantwortung zu übernehmen, dass der Raum sicherer wird. Außerdem haben wir Lust uns weiter mit Gästen und anderen Gruppen/Projekten zum Thema Awareness und Sicherheit auf Solipartys auszutauschen.

Wir würden gerne folgende allgemeine und NY-spezifische Fragen mit Euch diskutieren:

1. Wie habt ihr die Stimmung bei den letzten Parties im NY empfunden, habt ihr Verbesserungsvorschläge, Kritik oder Ideen für die Zukunft? Oder wart ihr aus bestimmten Gründen nicht da, die ihr mit uns teilen würdet?

2. Was kann Awareness bei Parties bewirken? Ist Awareness bei Partys im sexistischen Normalzustand eine Illusion?

3. Awareness – zwischen Selbstorganisation und Kontrolle: Wie schaffen wir es einerseits, dass sich alle verantwortlich fühlen und andererseits eine verlässliche, identifizierbare Struktur zu stellen?

4. Aufgabenbereiche von Awareness: Was ist alles Awarenessarbeit und wer ist dafür verantwortlich? Was passiert vor und nach den Parties?

5. An wen soll der Raum vergeben werden? Über welche Kanäle wird zu Parties eingeladen? Welche Auswirkungen haben die genannten Punkte auf die Stimmung? Und was bedeutet das dann für die Offenheit von der NY?

Wenn Ihr diesbezüglich etwas schreiben wollt, einfach so oder weil ihr nicht da seid oder Euch anonym äußern möchtet, freuen wir uns auch sehr über schriftliche Beiträge an diese Mailadresse. Wenn Ihr damit einverstanden seid, würden wir diese dann öffentlich ausstellen und für eine Art „stille” Diskussion verwenden.

Das NY ist über einen Seitenflügel mit dem Fahrstuhl zu erreichen und hat eine Toilette die Rollstuhlfahrer*innen nutzen können. Wenn ihr den Weg noch nicht kennt, schreibt uns vorher eine Email!

Wir freuen uns auf eine anregende und solidarische Diskussion.

Reclaim partyculture, reclaim NY.

Kommt am 21.2., 19 Uhr ins New Yorck.

Eure Awareness-AG

Dear people,

We would like to invite you to our discussion on the question

“Soliparties in New Yorck?” On wednesday the 21st of february. at 7 pm

at New Yorck in Bethanien (Mariannenplatz 2A).


After the one-year party-stop that was decided in September 2016

(NewYorck statement see: http://newyorck.net/2016/12/15/bis-auf-weiteres-keine-soli-parties-mehr-in-der-newyorck-im-bethanien-until-further-notice-no-soli-parties-at-newyorck-in-bethanien-2/),

three parties have taken place in NY since November 2017

(statement on the reopening of Awareness AG, see http://newyorck.net/2017/11/17/reclaim-new-yorck-reclaim-party-culture/).

Since then, we have collected many different impressions about the our awareness and security concept and the general atmosphere during the parties and have evaluated each party together with the party organizers. Many questions about Berlin’s party culture in general and our self-organized structures have come up.

Now we would like to invite you to join in the discussion. With the help of an open evaluation process, we want to decide if we can continue to provide the NY for parties and if so under what conditions. Unfortunately, we have become less and less in the group, so we also wish to find more people , who would like to get involved in the NY and take responsibility for making the space safer. We also want to continue to share with guests and other groups / projects on the topic of awareness and security on Soliparties.

We would like to discuss the following general and NY specific questions with you:

1. How did you feel about the atmosphere at NY’s last parties? Do you have suggestions for improvement, criticism or ideas for the future? Or were you not there for some reason you would share with us?

2. What can awareness do at parties? Is awareness an illusion?

3. Awareness – between self-organization and control: how do we make everyone feel responsible on the one hand and on the other hand provide a reliable, identifiable structure?

4. Tasks of Awareness: What is awareness work and what are the limits of it? Who is responsible for it? What happens before and after the parties?

5. Whom should the room be given to? Over which channels, mailings lists etc. do we invite for parties? What effects do these points have on the atmosphere? And what does that mean for the openness of the NY?

If you want to write something about this, just like this or because you are not there or would like to express yourself anonymously, we are also very happy about written contributions to this email address. If you agree, we would then publicly display them and use them for a kind of “silent” discussion.

The NY is accessible via a side wing with the elevator and has a toilet that wheelchair users can use. If you do not know the way, email us first, so we can explain to you/ pick you up!

We look forward to a stimulating and constructive discussion.

Reclaim partyculture, reclaim NY! Join us on the 21st., at 7 pm in New York

Your Awareness AG

Cher*e*s tou*te*s;

Nous aimerions vous inviter chaleureusement à la soirée-débat autour de la question

« Soirées de soutien à New Yorck ? » le mercredi 21/02 à 19h

à New Yorck à Bethanien (Mariannenplatz 2A).

Après l’arrêt des soirées depuis septembre 2016 (Prise de position du New Yorck à ce propos, en allemand et anglais, voir ici : http://newyorck.net/2016/12/15/bis-auf-weiteres-keine-soli-parties-mehr-in-der-newyorck-im-bethanien-until-further-notice-no-soli-parties-at-newyorck-in-bethanien-2/), trois soirées ont eu lieu depuis novembre 2017 à NY (Prise de position concernant la réouverture voir ici http://newyorck.net/2017/11/17/reclaim-new-yorck-reclaim-party-culture/).

Nous avons collecté depuis plein d’impressions différentes sur la mise en pratique de notre concept d’Awareness (attention/sensibilisation) et de sécurité ainsi que sur l’atmosphère générale durant les soirées et avons évalué chaque soirée avec les organisat*rices. Beaucoup de questions ont ainsi surgi concernant la culture festive berlinoise en général et nos structures autogérées en particulier. Maintenant nous aimerions vous inviter à participer à la discussion. A l’aide d’un processus d’évaluation ouvert nous aimerions décider si nous pouvons continuer de mettre à disposition NY pour des soirées et, si oui, sous quelles conditions.

Malheureusement nous sommes devenu*e*s de mois en moins nombreus*es dans le groupe, c’est pourquoi nous souhaitons aussi plus de participant*e*s, qui ont envie de s’engager et de prendre la responsabilité que cet espace devienne plus sûr. De plus, nous avons envie de continuer d’échanger avec convives et d’autres groupes/structures sur la thématique de l’Awareness et la sécurité dans les soirées de soutien.

Nous aimerions discuter avec vous les questions générales et spécifiques à NY suivantes :

1. Comment avez-vous ressenti l’ambiance lors des dernières soirées à NY, avez-vous des propositions d’amélioration, des critiques ou des idées pour l’avenir ? Ou n’avez-vous pas été là pour des raisons précises que vous aimeriez partager avec nous ?

2. Que peut faire l’Awareness dans les soirées ? L’Awareness lors de soirées dans un contexte de sexisme ordinaire est-elle une illusion ?

3. Awareness – entre autogestion et contrôle : Comment arriver à ce que, d’une part, tout le monde se sente responsable et, d’autre part, mettre en place une structure fiable et identifiable ?

4. Attributions de l’Awareness: Que comprend le travail d’Awareness et qui en est responsable ? Que se passe-t-il avant et après les soirées ?

5. A qui l’espace doit-il être mis à disposition ? Par quels canaux inviter aux soirées ? Quelles conséquences les points évoqués ont-ils sur l’ambiance ? Et que signifie cela alors pour l’esprit d’ouverture de NY ?

Si vous voulez écrire quelque chose à ce sujet, comme ça ou parce que vous n’êtes pas là ou parce que vous aimeriez vous exprimer de façon anonyme, nous nous réjouissons aussi beaucoup de recevoir des contributions écrites à cette adresse mail. Si vous en êtes d’accord, nous les présenterons alors publiquement et les utiliserons pour un gendre de discussion « muette ».

NY est accessible en ascenseur par une aile du bâtiment et a une toilette que des personnes en fauteuil roulant peuvent utiliser. Si vous ne connaissez pas encore le chemin, écrivez-nous un mail/courriel avant !

Nous nous réjouissons d’avoir une discussion stimulante et solidaire.

Reclaim partyculture, reclaim NY. Venez le 21/2, 19h au New Yorck.

Votre Awareness-AG (Groupe de Tavail Awareness)

african food küfa

El primer y tercer lunes de cada mes A partir de las 19:30h

The first and third monday of every month

starts at 19.30

Der erste und dritte Montag im Monat

ab 19.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Küfa bietet eine Möglichkeit zur Unterstützung und Vernetzung sowie zum Ausstausch. Gerne möchten wir diese Küfa langfristig als Finanzierungsmöglichkeit für Asylsuchende Menschen weiterführen. Wir freuen uns auf euch!

The Küfa (Kitchen for all) is a possibility for supporting, networking and exchanging. We would like to use the Küfa as a longterm possibility to support Asylumseeking Human-Beings financially. You are welcome to join us!

Las Küfa (Cocina Para Todas) son comedores populares que abren la posibilidad de intercambio y tejer red. En nuestro caso queremos con las Küfas crear un espacio a largo plazo que permita tener unos ingresos regulares a personas a quienes son negados los derechos humanos básicos. Pásate y díselo a tus amistades!

Vegan / Vegetarian Food. Spende / Donation / Donativo: 3-5€


					

Anarchistisches Infocafé

Montag, 22.1.2018 / 20:00 Uhr

“Fluchtraum Nordfrankreich: die aktuelle Situation Geflüchteter in und um Calais”

Flüchtende werden immer wieder aus dem Blick der Öffentlichkeit verbannt. Sei es in Berlin die Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule oder wie im Oktober 2016 die Räumung des Geflüchtetencamps, dem sogenannten “Dschungel von Calais”. Calais ist heute aus den Medien verschwunden, doch die Menschen sind es nicht. Letzten Oktober, ein Jahr nach der Räumung, lebten immer noch bis zu 1200 Menschen in und um Calais, die meisten davon obdachlos. Wind, Wetter, Faschist*innen und Polizeigewalt schutzlos ausgeliefert.

Ein Unterstützer, der fast 3 Monate vor Ort war, erzählt nun von der aktuellen Situation der Menschen. Drumherum gibt es ein paar Infos zur Vorgeschichte seit den 90er Jahren bis zur Räumung im Oktober 2016.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis

Sinema Jazeera
Dienstag, 16.1.2018 / ab 20:00 Uhr

“Eine respektable Familie – Yek khanevadeh-e mohtaram”
Iran 2012,

Regie: Massoud Bakhshi, farsi. mit dt. UT, 87 Minuten

Ein Mann wird auf dem Weg zum Flughafen aus dem Taxi heraus entführt und verschleppt.
Der Mann ist Arash Saafi, Gastprofessor an der Universität Shiraz. Nach 22 Jahren im Westen ist er für ein Semester in den Iran zurückgekehrt. Doch bald stellt sich heraus, dass niemand an seinen kritischen Schriften interessiert ist. Frustriert kündigt er seine Rückkehr nach Paris an. Aber mit seiner Ausreise gibt es plötzlich Probleme.
In Rückblenden entspinnt sich ein Familiendrama: Der ältere Bruder ist im Iran-Irak-Krieg gefallen. Der Vater weist die trauernde Mutter in die Psychiatrie ein und lebt mit seiner Zweitfrau und dem gemeinsamen Sohn Jafar in Teheran. Eines Tages steht Hamed, der Sohn Jafars, vor der Tür und holt Arash ab, damit dieser seinem todkranken Vater die letzte Ehre erweist …
In meisterhafter Verschränkung der Zeitebenen und der Genres zeichnet Massoud Bakhshi ein düsteres Bild des heutigen Iran, der die Erinnerung an den Iran-Irak-Krieg nicht abschütteln kann.
Der Film ist auch eine Reflexion über Gewalt und Politik, Korruption und Doppelleben und führt direkt hinein in die Demonstrationen von 2009 und deren Forderungen nach gesellschaftlicher Veränderung.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 8.1.2018 / 20:00 Uhr

Film mit anschließender Diskussion / Documental y Informaciónes

“CECOSESOLA – The history of the cooperative with 1000 workers

– La historia de la cooperativa con 1000 trabajador@s”

Dokumentarfilm / Documental Venezuela
spanisch mit engl. UT / español con subtitulos en english, 59 Minuten

“CECOSESOLA – Die Geschichte einer Kooperative mit 1000 Arbeiter_innen”
Die Kooperative existiert im Bezirk Barquisimeto seit dem 17. Dezember 1967 und ist eine der größten basisorganisierten Kooperativen in Venezuela. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieser mittlerweile mehr als 20.000 Mitglieder zählenden Kooperative, die neben mehreren landwirtschaftlichen Betrieben unter anderem eine Poliklinik sowie ein Beerdigungsinstitut betreibt – alle mit rotierenden Belegschaften.

CECOSESOLA se constituye en Barquisimeto, como un organismo de integración cooperativa a partir del 17 Diciembre del año 1967. Se trata de un espacio de encuentro donde hacemos vida activa más de 50 organizaciones de los sectores populares, integradas en una red de producción de bienes y servicios que reúne a más de 20.000 asociados provenientes de los sectores populares. A través de esta red desarrollamos una gran variedad de actividades tales como: producción agrícola, producción agroindustrial en pequeña escala, servicios funerarios, de transporte, de salud, ahorro y préstamo, fondos de ayuda mutua, distribución de alimentos y de artículos para el hogar. Somos más de 1.300 trabajadores asociados que gestionamos las actividades cotidianas a través de una participación abierta a todos y todas, sin jerarquías. http://cecosesola.net/

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Soli-event for Waves*

Friday 05.01.

21:00  Brief presentation of the project and the first publication of Waves

23:00  Soli party and Dai*queeri cocktails        

Lickuids on dexx (electric beats, wavy vibes, dance warm up)

Duo Maravilla (cumbia, funk, reggaeton, salsa)

Yungcoco (trap, hiphop, rap)

 Psema (techno/house)

Missteiks (ebm, dark techno)

Lian Li ( techno, industrial techno)

*Waves  is an intersectional feminist queer magazine project  in greek, written between Athens, Thessaloniki and Berlin. It is being distributed hand in hand among feminist, queer, lgbtqi+ groups, solidarian assemblies, alliances from the radical a/a political scene in Greece and individuals, creating a network of communication, supporting relations and collective empowerment. It is financed though free contribution and its digital form is available in our blogspot waves.espivblogs.net

——–deutsch weiter unten——————————

INVITATION TO A SOLI-EVENT

This text is an invitation to a soli-event for the financial support of our intersectional feminist-queer magazine ~Waves~ whose second publication is in editing process somewhere between Greece and Germany. At the beginning of this soli-night (at 21:00) there will be a brief presentation of our magazine project and its first publication. We consider this event as an opportunity to celebrate our re-gathering and a way to express our refusals alongside our desires, our own small Sabbat.

We, the authors of ~Waves~ and co-organisers of this event, are individuals who met previously in feminist and various other political processes in the city of Thessaloniki in Greece. Mov Kafeneio1was our main common political ground for many years. Now however, we live in different cities across Greece and Germany. Our decision to proceed with the publication of this magazine comes from a wish to maintain the common thread that unites us and is fired by our shared desire to continue making queer, feminist critique whilst also participating in struggles in Greece and elsewhere.

We would like this event to be inspired by radical queer and feminist politics, reflecting the ideas which embody our magazine. We would like to create space for the multiplicity of our desires, sexualities and bodies, so that each one of us can feel comfortable (to the greatest possible extent) and so that we can discuss, get to know one another and dance. During this night no sexist, transphobic, homophobic or macho behavior will be tolerated, nor do we want cis straight privilege to prevail in our party; Our intention is to create more space for less privileged categories such as lesbians, trans, bisexuals, gays, migrant women*.

Through dancing, (we would like) to question dominant cis, straight privilege and privileges in general, to reflect upon these and create space for people that are invisible in their daily lives, whilst also questioning visibility issues within the lgbtqi+ community. During our event, we would like all these groups of people to feel safe(r) and try to make safe(r) spaces a collective issue, part of a political culture that starts way before this party and keeps on after the end of it. As the awareness group at Bethanien points out; we are all responsible for the party, we are all part of the evening, the party is a soli-party, whose success lies on our collective contribution. However, we do not consider nor do we wish for this event to be exclusionary, only focusing on the lgbtqi+ communities, but rather as something open to each individual who recognises and acknowledges feminist and queer politics as a necessary and integral part of struggles for social liberation.

Ιn struggles for social liberation, our positions, the distances we have to cross, our paths, desires and aspirations differ. This is an acknowledgement that has emerged over the years by observing how we co-exist with people within or outside the radical lgbtqi+ community in our greek context. We are aware of the fact that our insecurities differ according to our multiple identities and complicated stories. We are aware of the fact that it is a difficult task to provide safety whilst creating an inclusive and not exclusive space, we also recognise that it is possible that each one of us might hurt or offend someone else.

Exactly for these reasons, we would like to draw your attention to your personal boundaries and the boundaries of the others. It is crucial for us that everyone remembers that the way to interact with each other is by explicit consent and that different individuals have different boundaries.

This soli-night has come into existence with a lot of effort, difficulties and doubts just like any other political action would. We consider it be to a way, among others, for individuals with common oppressions, shared expectations and antagonisms to meet. It is important for us that this event is carried out with attention and care for all. We are interested in a political culture, which considers safe(r) politics to be a collective issue and a struggle, to be taken just as seriously on the streets as in our political spaces.

We are happy to invite you to our soli-event that will take place at New Yorck in Bethanien (Mariannenplatz 2a) on Friday, 5th of January, from 21:00 to 5:00.

We warmly suggest to share this invitation among people of lgbtqi+ and poc communities and to those who might share an interest in the content and themes of our soli-party.

Best regards,

~Waves~

blogspot: waves.espivblogs.net

P.S.1: During the whole night there will be an awareness team sitting at a table near the entrance, available to discuss issues related to safety. People of the awareness team will also be present inside the party (wearing pink patches).

P.S.2: Smoking is allowed in specific rooms (marked with signs).

1Mov Kafeneio was a queer-feminist group in Thessaloniki which was active from 2008 to 2017. Its concerns were focused on repression and power as a result of gender relations within the heteronormative, patriarchal and capitalistic regime. It was based in Fabrika Yfanet squat and it was taking place every Wednesday, creating a space for info events, presentations, film projections and political discussions against patriarchy, heteronormativity, capital, nation and state.

Waves

Why a queer-feminist magazine? Why from a distance and why call it Waves?

This edition you are holding in your hands is for us a new way of expressing our love, a connection. It is yet another way to express our angers, fears, proximities, intimacies and distances. Personal emotions that occur from and refer to the socio-political field in which we recognise ourselves.

It is also a means to reunite with loved ones. Girls who met in the assembly of Mov Kafeneio, in the occupied factory of Yfanet. Some of us participated in the creation of the group, wishing for the political space in which we were active to acquire feminist characteristics, others came to participate in the group at a later point. In any case, this assembly was the place we met, where we grew up, where we got politicised and formed our feminist struggles.

It was a procedure through which we transformed together. Due to discontinuous and different trajectories of time, we felt the need to repeat this reunion, as we have been for a long time apart. Some left for Berlin, others for Athens, some stayed in Salonika. By printing this magazine we try to devise for us a new time-space condition, so as not to lose this common thread that connects us. The thread of radical queer feminisms. This edition constitutes for us a new spectrum of coexistence, creation and struggle, in an attempt to mold our lives with momentum, care and tenacity.

Why Waves?

Because on our route we came along the waves of feminism and our lives were never the same ever again. Because a wave is defined as a disorder transmitted through time and space, as well as through the vacuum. Because if you dream of waves it indicates sexual desire, because waves are a periodical phenomenon, just like our edition, because “The Waves” is the novel by Virginia Woolf that talks about the imprint of time in our lives and our common experiences. Because we wish for the waves of feminism to multiply and to continue to rock the boat of the social and the political, to create more struggles. For all these reasons. For all the reasons in the world.

Why a queer feminist magazine?

Using this magazine as a vehicle, we desire to create yet another crack in the adverse reality of our everyday life. Through an intersectional approach, we deal with issues of gendered violence, class oppression, racist rhetoric, sexual suffocation, attempting to show how one oppression constitutes and at the same time is constituted by another. Alongside this, we want to promote our needs and desires and shed light on feminine experiences. To talk about the de-pathologisation of femininity, about the strength hiding in passivity and in the bodies that stand constantly or persistently, or are just standing. About sentimentality and about why it’s ok to fall backwards, inwards, sideways, out and to get submerged in it or by it. About the sentiment of community, about transforming sexualities, female solidarity and sisterhood, comradeship and collective struggle.

We imagine this magazine as a space of expression, creation, empowerment, as well as a means of political propaganda and extroversion. Through it, we wish to share political beliefs, experiences, tools, practices, the prospect of a community. We want to present stories and cultures that highlight the cracks, deflections and dissimilarities in the seemingly stocky and homogeneous gendered and nationalist narrative. The struggle of the feminist groups against that reality, the struggle of women immigrants in detention centres, the struggle against labour exploitation, homophobia, transphobia and sexual harassments. Our everyday struggles for visibility and our personal resistances make us stronger, inspires and mobilises us.

In short, what are we going to read in the present issue?

Here, we choose for each one of us to express herself one by one or all together, in several ways and means.

Therefore, we look at women’s drag and the dramatisation of the women’s experience through exaggeration and camp aesthetic, as a liberating procedure and strategy.

We make an introduction to the theory of intersectionality in order to see the multiple systems of power that we fight against as well as the different aspects of our struggles. We consider it important to focus on and at the same time deconstruct sexism, fascism, racism, patriarchy, heteronormativity and so many other violent relations of everyday life.

We recall gendered concerns of our youth.

We re-browse Bataille’s “Story of the Eye”, in an attempt to detect the course of our desire and sexuality and the relationship between pleasure and guilt.

We are interested in finding ways to register, imprint, remember our sexual pleasure and excitement, our sexual desires, that’s why we are squirting and why we attempt to write pornography.

Moreover, we open critical themes concerning the wider social movement field and we wonder how the anti-authoritarian critique on religion combines with Islamophobic reactionary arguments and expresses itself with macho attitude.

We recall the events of 2016 New Year’s Eve in Koln, in an attempt to open a discussion about the sexisms and racisms expressed during that time, along with the anti-sexisms and anti-racisms. We touch upon the limits between the latter, their problematic and occasionally proximate coexistence.

We register experiences of detained women immigrants in the detention centre of Elliniko, and focus on their struggles against their detention, during its operating period. We reflect on the correlation between immigration and detention and we explore the gendered sign of oppression and the violence that women immigrants face.

Where, how, when?

Waves is an irregular periodical edition that is written individually and collectively in Thessaloniki, Athens and Berlin. We choose to circulate it without charge. We promote free financial contribution as a way of material support for the project; it is a part of our politics. It is being distributed in its printed form among feminist, queer, lgbtqi, women’s groups as well as collectives that stand in solidarity, individuals and allies from the wide radical and a/a space, thus creating a network of support, communication, empowerment.

Its web format is on our blog: waves.espivblogs.net. We would be very glad to receive comments and feedback on our e-mail:

waves@espiv.net

enjoy reading!

Waves

Einladung für einen Solidaritäts-Abend

Dieser Text ist eine Einladung für ein Solidaritätsabend, um unser intersektionales queer feministisches Zeitungsprojekt Waves – die zweite Ausgabe befindet sich im Herstellungsprozeß, irgendwo zwischen Deutschland und Griechenland – finanziell zu unterstützen. Am Anfang dieses Abends gegen 21 Uhr wird es eine kleine Präsentation unsers Zeitungsprojektes geben. Wir sehen diesen Abend als eine Möglichkeit, unser Zusammenkommen zu feiern und als einen Weg, unsere Verweigerung und Sehnsüchte sowie unseren kleinen Sabbat, zum Ausdruck zu bringen.

Wir, die Autor*innen von Waves und die Mit-Organisator*innen des heutigen Abends sind Individuen, die aus feministischen und anderen politischen Zusammenhängen aus Thessaloniki (Griechenland) kommen. Die queer-feministische Gruppe Mov Kafeneio war für viele Jahre unsere gemeinsame politische Basis.1

Nun – wie auch immer – wir leben jetzt in verschiedenen Städten Griechenlands und der BRD. Unsere Entscheidung, mit der Publikation der Zeitung fort zu fahren, kommt aus dem Bedürfniss, unseren gemeinsamen uns verbindenen Ansatz zu bewahren und wird von unserem geteilten Verlangen, queer feministische Kritik weiter zu betreiben, befeuert, sowie sich gleichzeitig an Kämpfen in Griechenland und sonstwo zu beteiligen.

Wir würden diesen Abend gerne als einen durch radikal-queere und feministische Politiken inspirierten Event begreifen, der jene Ideen reflektiert, welche unsere Zeitung verkörpert.

Wir würden gerne einen Raum für die Vielfalt unserer Bedürfnisse, Verlangen, Sexualitäten und Körper kreieren. so dass jede* von uns sich wohl fühlt (im größtmöglichen Sinne), dermaßen, dass wir diskutieren, uns kennenlernen und gemeinsam tanzen können.

In dieser Nacht wird weder sexistisches, homophobes oder sonstiges Macker-Verhalten toleriert, noch wollen wir “straighte” (heterosexuelle) cis – privilegierte Verhaltens-/Ausdrucksweisen vorherrschend/dominierend sehen.

Unsere Absicht ist es, mehr Raum für weniger privilegierte Menschen und Kategorien, wie lesbisch, trans, bisexuell, schwul, migrierte Frauen* zu schaffen.

Durch Tanzen (würden wir gerne) dominante cis, straighte Privilegien und Privilegien im allgemeinen in Frage stellen, diesbezüglich reflektierend Raum für Menschen schaffen, die in ihrem täglichen Leben unsichtbar erscheinen und zudem gleichzeitig die Sichtbarkeitsaspekte innerhalb der LGBTQI* Community thematisieren.

Wir möchten, dass sich alle diese Menschen sicher(er) fühlen und wir versuchen sichere(r) Räume zu einer kollektiven Aufgabe zu machen, als Teil einer politischen Kultur, die weit vor der Party beginnt und nach der Party nicht endet.

Wie die Awarenessgruppe des Bethaniens (New Yorck) betonte, sind wir alle für die Party verantwortlich, wir alle sind Teil dieses Abends, die Party ist eine Solidaritätsparty, und dessen Gelingen liegt in unserer aller kollektiven Beteiligung.

Wie auch immer, weder betrachten noch wollen wir, dass diese Party ausschließend ist, sich nur auf die LGBTQI* Community bezieht. sondern eher als etwas offenes für alle Individuen, die feministische und queere Politiken als notwendig und integraler Bestandteil des Kampfes für soziale Befreiung anerkennen und begreifen, verstanden wird.

In Kämpfen für die soziale Befreiung unterscheiden sich unsere Positionen, unsere Ausgangslagen, die zu überwindenen Abstände, unsere Wege, Verlangen und Sehnsüchte. Das ist eine Erkenntnis, die wir im Laufe der Jahre durch unsere Beobachtungen, wie wir innerhalb und außerhalb der radikalen LGBTQI* Community in unserem griechischen Kontext koexistieren können, gewonnen haben.

Wir sind uns bewußt, dass es schwierig ist, eine sichere Geborgenheit und Wohlfühlatmosphäre zu ermöglichen, indem wir einen einschließenden und nicht ausschließenden Raum schaffen. Wir gestehen auch ein, dass es möglich sein kann, dass jede* einzelne* von uns andere ihre/seine Grenzen verletzen oder überschreiten könnten.

Genau aus diesen Gründen, würden wir gerne eure Aufmerksamkeit auf eure persönliche Grenzen und die Grenzen der Anderen lenken. Es ist für uns von wesentlicher Bedeutung und entscheidend, dass sich alle bewußt machen, dass der Weg, um miteinander zu interagieren und zu kommunizieren durch ausdrücklichen gemeinsamen Konsens gekennzeichnet ist, und dass unterschiedliche Individuen unterschiedliche Grenzen haben.

Dieser Soli-Abend entstand mit viel Aufwand, Einsatz, Schwierigkeiten und Zweifeln, so wie es bei jeder politischen Aktion auch wäre. Wir sehen das für Individuen mit gemeinsamen Unterdrückungserfahrungen, geteilten Erwartungen und Antagonismen, als einen Weg, neben anderen Wegen, sich zu treffen. Es ist uns wichtig, dass dieser Abend für alle in einer Atmosphäre von Aufmerksamkeit, Sensibilität und des sich gegenseitigen Kümmerns stattfinden kann.

Wir sind an einer politischen Kultur interessiert, in der sichere(r) Politiken (also eine Politik des gegenseitigen Respekts, sich kümmerns und des sich wohl und sicher fühlens) sowohl als kollektive Angelegenheit und Aufgabe angesehen werden als auch als einen Kampf, der gleichermaßen auf der Strasse als auch in unseren politischen Räumen ernst genommen wird.

Wir sind happy, euch zu unserem Soli-Abend am Freitag, den 5.Januar 2017 von 21 bis 5 Uhr in der New Yorck/Bethanien (Mariannenplatz 2 A), einzuladen.

Herzlichst empfehlen wir, diese Einladung mit Personen der LGBTQI*- und der People of Colour Communities und solchen, die ein Interesse an den Inhalten und Thematiken unserer Soli-Party haben könnten, zu teilen

Best regards,

~Waves~

blogspot: waves.espivblogs.net

P.S.1: Während des ganzen Abends wird ein Awarenessteam neben dem Eingang sitzen, ansprechbar für alle Angelegenheiten des sich wohl- und sicher fühlens. Leute des Awarenessteams werden außerdem auf der Party selbst präsent sein, sichtbar mit rosa Aufnähern.

P.S.2: Rauchen ist in dafür vorgesehenden, gekennzeichneten Räumen möglich.

1 Mov Kafeneio war von 2008 bis 2017 in Thessaloniki aktiv. Ihre Politik beschäftigte sich mit Repression und Macht als Resultat von Genderbeziehungen/Geschechterverhältnissen innerhalb heteronormativer, patriarchaler und kapitalistischer Regime. Mov Kafeneio traf sich in der besetzten Fabrik Yfanet jeden Mittwoch, um dort einen Raum für Infoevents, Präsentationen, Filmvorführungen, Veranstaltungen und politiische Diskussionen gegen Patriarchat, Heteronormativität, Kapital, Nation und Staat zu öffnen.

Reclaim New Yorck – Reclaim Party culture

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Reclaim New Yorck – Reclaim Party culture

Nach dem einjährigen Partystop, im NewYorck (Bethanien, Mariannenplatz) findet am 25.11.2017 wieder eine erste Soliparty zur Unterstützung LGBTIQ*-Rechten im Kamerun statt.

Vorerst sind drei Partys in den nächsten drei Monaten geplant. Danach, also im Januar oder Februar wird ein interner Evaluationsprozess stattfinden. Anschließend soll es einen öffentliche Diskussionsveranstaltung dazu geben.

Einige von Euch haben vielleicht gar nicht gemerkt, dass das NY dicht war, andere waren wahrscheinlich erleichtert, weil sie sich dort schon lange nicht mehr wohl gefühlt haben und wieder andere warten ungeduldig auf die Wiedereröffnung…was ist eigentlich passiert? Wo stehen wir jetzt? In diesem Text möchten wir, die im Februar 2017 gegründete Awareness-AG des NY,  eine kurze Erklärung dazu abgeben. Außerdem wollen wir Euch die Möglichkeit geben mit uns in Kontakt zu treten und all
diejenigen herzlich ins NY einladen, die bereit sind aufeinander zu achten und respektvoll miteinander umzugehen, um safer zu feiern.

Zunächst möchten wir Euch jedoch noch darauf aufmerksam machen, dass der 25.11. der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen* ist, es finden eine Demo in Berlin (Startpunkt Hermannplatz, 15 Uhr) und weltweite Aktionen statt! Geht alle hin!

Vor der Party wird die NY-Awareness-AG einen kurzen Input zum Awarness- und Sicherheitskonzept geben und auf Fragen und Kritik eingehen!

Was ist passiert?

Mitte Dezember letzten Jahres hat das Projekt NewYorck im Bethanien nach einer Vergewaltigung auf einer Party einen sofortigen Stopp für Soli-Partys in ihren Räumen beschlossen (mehr Informationen hier: http://newyorck.net/2016/12/15/bis-auf-weiteres-keine-soli-parties-mehr-in-der-newyorck-im-bethanien-until-further-notice-no-soli-parties-at-newyorck-in-bethanien-2/).

Schon vorher gab es auf Soli-Partys in der NY diverse Grenzüberschreitungen und Übergriffe. Wir sind mit diesem Problem auch nicht allein, es kommt in den meisten Veranstaltungsorten regelmäßig zu übergriffigem Verhalten. Es gibt auch eine Vielzahl von verborgenen oder verschwiegenen Übergriffen, denn häufig wird das, was Betroffene von sexualisierter Gewalt berichten – wenn sie die Schwelle überwinden zu sprechen – nicht auf eine Weise gehört, die ihrer Wahrnehmung entspricht. Umso wichtiger ist es für Betroffene. auf einen solidarischen Umgang und Unterstützung zählen zu können. Sexualisierte Gewalt ist immer ein Machtmissbrauch und führt zu Verletzungen und Ausschlüssen.
Bei Übergriffen muss es also Konsequenzen für Täter_innen und unsere Räume geben!

Kurz nach dem Vorfall vom Dezember und dem Party-Stopp hat sich ein vorläufiger Zusammenhang von Aktivist*innen aus dem Umfeld der NewYorck, von der Party-Gruppe und Awareness-Struktur der betreffenden Party im Dezember und weiteren Menschen gebildet. Mit der Betroffenen des Vorfalls wurde Kontakt gehalten, und Unterstützung angeboten. Zum Täter des Übergriffes wurde recherchiert, diesem wurde ein Hausverbot für die Räume der NewYorck ausgesprochen, und wir versuchen, dass dieses Hausverbot auch berlinweit in allen selbstverwalteten, nichtkommerziellen Räumen umgesetzt wird. Der Täter wurde aufgefordert, sich mit seinem Verhalten auseinanderzusetzen und sich nicht mehr in alternativen, selbstverwalteten Zusammenhängen sehen zu lassen.

Seit Mitte Februar hat eine neue Gruppe die Arbeit aufgenommen, die sich regelmässig trifft und dabei ist, neue Strukturen für Partys in der NewYorck im Bethanien zu entwickeln und umzusetzen. Wir sind eine feste Gruppe, die sich um Partyanfragen kümmert und sich für bessere Awarenessstrukturen bei Partys verantwortlich fühlt. Wir haben uns viel damit auseinandergesetzt wie der bisherige Umgang mit Diskriminierung im NY war und wie wir diesen verbessern können:

– Ob und wie wurden Diskriminierungsfälle dokumentiert und besprochen?
– Welche Möglichkeiten gab es für Besucher*innen, Diskriminierung anzusprechen und Unterstützung zu erhalten?
– Wie können wir uns besser mit anderen Veranstaltungsorten und Gruppen, die zum Thema arbeiten, vernetzen?
– Was sind die politischen Prinzipien dieses Ortes, wie können Partys im New Yorck wieder politischer, reflektierter und selbstorganisierter werden?
– Wer kümmert sich bei Konflikten, Übergriffen und Stress?
– An wen richten sich die Veranstaltungen, wer fühlt sich wohl, wer nicht?
– Warum ist Feiern wichtig? Ist Feiern wichtig? Wie, warum und mit wem wollen wir feiern?
– …
Viele Fragen, die wir ausgiebig mit verschiedenen Menschen diskutiert haben. Daraufhin haben wir ein neues vorläufiges Awarenesskonzept für das New Yorck entwickelt.

Anders als in kommerziellen Discos und Clubs gibt es in vielen selbstorganisierten Orten keine festen Securitys oder Türsteher*innen. Wir finden es wichtig als Awareness-AG nun ein fester Bestandteil des NY-Kollektivs zu sein und auf diese Weise eine kontinuierliche, verlässliche und ansprechbare Struktur zu stellen, die wichtige Infos ans Haus und Partyorganisator*innen weitergibt, bei Partys präsent ist
und das Awarenessteam der Partygruppe supported.
Es gibt mittlerweile im NY eine rollstuhlgerechte Toilette und gerade arbeiten wir daran, den Zugang für Rollstuhlfahrer*innen zu garantieren.
Wir halten euch auf dem Laufenden! Bei Fragen kontaktiert uns (Mail: awarenet@riseup.net).

Wir wünschen uns, dass viele Menschen gerne für Parties und einen Alltag ohne Angst und Übergriffe aktiv werden wollen und hoffen sehr, dass sich bei den nächsten Soliparties alle Besucher*innen wohl fühlen. Es wird klare Ansprechpartner*innen geben bei Problemen, einen Rückzugsort und Konsequenzen bei übergriffigem Verhalten. Damit dies klappt sind wir natürlich auch total darauf angewiesen Besucher*innen zu haben, die Lust darauf haben diesen Space gemeinsam mit uns zu gestalten und Rücksicht und Verantwortung zu übernehmen.

Es gibt leider nie eine Garantie, dass alles „gut“ läuft. Bestimmt gibt es auch Dinge, die wir nicht auf dem Schirm hatten, die wir nicht gründlich genug durchdacht oder vergessen haben, etc. Wir sind super dankbar für kritisches Feedback und verstehen unsere Arbeit stets als Work-in-progress!

Wenn Ihr Interesse habt unser Awarenesskonzept und andere Texte, die wir geschrieben haben, zu lesen, kontaktiert uns gerne: awarenet@riseup.net.
Wir freuen uns auch sehr über Leute, die kontinuierlich bei uns mitarbeiten wollen!

Wenn ihr aufgrund von Erfahrungen, die ihr früher im New Yorck gemacht habt, mit uns sprechen wollt oder unsicher seid, ob ihr wieder zu einer Party dort gehen möchte könnt ihr uns auch sehr gerne kontaktieren!

Die “Awareness-bei-Partys”-Gruppe der NewYorck im Bethanien

awarenet@riseup.net
newyorck@so36.net
http://newyorck.net/

*********************  ENGLISH  ***************************

Reclaim New Yorck – Reclaim Party culture

Following a year long party stop in NewYorck (Bethanien, Mariannenplatz), on the 25.11.2017 a soli-party in support of LGBTIQ* rights in Cameroon will take place.

At first, three parties have been planned over the next three months. After this, in January or Febuary, an internal evaluation process will take place. An open discussion will be organised following this.

Some of you may not have even noticed that NY was closed for parties, others were probably relieved as they hadn’t felt well there for quite a while, and still others are waiting impatiently for the reopening…
What actually happened? What is the situation now? In this text we, the Awareness-AG of NY which came together in Febuary 2017, want to give you a short explanation. We also want to give you the possibility to get in contact with us, and invite all those to NY who are ready to look after each other and treat each other respectfully so that we can have safer parties together.

We want to draw your attention to the fact that the 25th is also the International Day against Violence on Women*. There is a demo in Berlin (starting at Hermannplatz at 3pm) alongside actions worldwide. Come join us! Before the party on the 25th the NY Awareness working group will give a short input to the new Awareness and Security concept and will be available for questions and critic!

What happened?

In the middle of December of last year, following a sexual assault at an event in the space, the Project NewYorck in Bethanien called for a complete soli-party stop (more information here:
http://newyorck.net/2016/12/15/bis-auf-weiteres-keine-soli-parties-mehr-in-der-newyorck-im-bethanien-until-further-notice-no-soli-parties-at-newyorck-in-bethanien-2/).

Even before this there were several transgressions and assaults at Soli-Parties in NY. This is not the only space with this problem.
Transgressive behaviour occurs regularly at most venues. There are also many hidden or discrete abuses. Often, the victims of sexual violence – those who do find a way to talk about it  – are not listened to in a way that corresponds with their perceptions. It is even more important for those affected to be able to count on solidarity and support. Sexual violence is always an abuse of power and leads to injuries and exclusion. When attacks happen, there must be consequences for the perpetrators and our spaces!

Shortly after the incident in December and the party-stop, activists connected with NewYorck, the December party-group and it’s awareness structure alongside other people met temporarily. Contact was kept with the  victim of the incident and support offered. Research was carried out on the perpetrator of the attack and a house-ban was announced for NewYorck. We are trying to arrange that this house ban is also implemented throughout Berlin in self-managed, non-commercial spaces.
The perpetrator was asked to deal with his behavior and to stay away from alternative, self-managed contexts.

Since mid-February 2017, a new group formed which, meeting regularly, is in the process of developing and implementing new structures for parties in NewYorck Bethanien. A fixed group, we take care of party requests and feel responsible for better awareness structures at parties. We dealt a lot with how discrimination was previously handled in NY and how it can now be improved:

– Whether and how were cases of discrimination documented and discussed?
– Which possibilities were there for guests to address discrimination and to get support?
– How could we network better with other event spaces and groups working on this topic?
– What are the political principles of this space? How can parties in New York become more political, reflective and self-organized?
– Who takes care of conflicts, attacks and stress?
– Who are the events for? Who feels good there, who doesn’t?
– Why is it important to celebrate? Are parties important? How, why and with whom do we want to party?
– …
We have discussed many of these questions extensively with a variety of people. In conclusion we developed a new preliminary awareness concept for New Yorck.

Unlike in commercial discos and clubs, in most self-organized locations there are no permanent security or bouncers. We consider it important as Awareness AG to be an integral part of the NY collective. We aim to provide a continuous, reliable and approachable structure which passes important information between the house and party organizers, is present at parties and supports Awarenesss-teams and party groups.

There is now a wheelchair-accessible toilet in NY. We are currently working to guarantee access to the party space for wheelchair users. We will keep you up to date about this! If you have any questions contact us (Mail: awarenet@riseup.net).

We hope that many people actively work towards the possibility of having parties and an everyday life without assault and fear, and we very much hope that all visitors will feel comfortable at the next Soli-parties.
There will be clear contact-persons in case of problems, a retreat room and consequences where there is transgressive behavior. For this to work, we are totally dependent on having visitors who want to shape this space together with us and to take care and responsibility for each other.

Unfortunately, there is never a guarantee that everything goes “well”.
There are most certainly things we did not have on our radar, that we did not think through or forgot, etc. We are extremely grateful for critical feedback and always see our work as a work-in-progress!
If you are interested in reading our Awareness Concept and other texts we have written, please contact us: awarenet@riseup.net. We are also very happy about people who want to join us in our ongoing work!

If you want to talk to us because of past experiences in the New Yorck or if you are unsure if you would like to come to a party there, you are welcome to contact us!

The “Awareness at Parties” group of NewYorck im Bethanien

awarenet@riseup.net
newyorck@so36.net

Sinema Jazeera
Dienstag, 3.10.2017 / ab 20:00 Uhr


“Araf – Im Niemandsland”

Türkei 2012, Regie: Yesim Ustaoglu
Sprache: deutsch, 120 Minuten

Die Jugendlichen Zehra und Olgun arbeiten in einer Raststätte zwischen Ankara und Istanbul und würden am liebsten aus ihrem recht ereignislosen Leben entfliehen. Olgun träumt von der Teilnahme an einer Gameshow und dem Gewinn des Hauptpreises. Damit könnte er Zehra ein besseres Leben ermöglichen und endlich seine Liebe gestehen. Zehra träumt davon sich in jemanden zu verlieben, der sie mitnimmt in die Welt, raus aus dem Alltag, weg von zuhause und ihren strengen traditionsbewussten Eltern. Doch dann verändert sich ihr Leben dramatisch. Sie verliebt sich in den 20 Jahre älteren Lkw-Fahrer Mahur, der eines Wintertages an der Servicestation auftaucht. Ein Film über den Zustand des Dazwischenseins, über Freiheit und Gefangensein in einer zutiefst konservativen Dorfgemeinschaft.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende