Anarchistisches Infocafé
Montag, 12.6.2017 / 20:00 Uhr


Im Rahmen der Berliner Aktionstage gegen die Welt der G20 laden wir euch ein zu Film + Vortrag:

—– “The Land Between” —–



Dokumentarfilm, Marokko 2014
Regie: David Fedele, Arab./ franz. mit engl. UT

• Die Doku gibt Einblick in das versteckte und verzweifelte Leben von subsaharischen Migrant_innen welche in den Bergen von Nord-Marokko leben, die meisten mit dem Ziel nach Europa zu kommen indem sie eine hoch militarisierte Grenz-Barriere nach Melilla, der spanischen Enklave in Marokko, überklettern.
• Anschliessend Vortrag und Gespräch über die “Innenansichten aus Melilla”.

https://actiondaysberlin.noblogs.org/

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 6.6.2017 / ab 20:00 Uhr

“Concerning Violence”

Doku 2014, Farbe & s/w
Regie: Göran Hugo Olsson, engl./schwed./franz./portug. with english subtitles
91 Minutes

Lauryn Hill (Sprecherin der Fanon-Texte)

Gayatri Chakravorty Spivak (Prolog)

Auf der Grundlage von Frantz Fanons Buch “Die Verdammten dieser Erde”, und anhand von schwedischem Archivmaterial das zwischen 1966 und 1984 aufgenommen wurde, erzählt der Film von den Aufständen die zur Entkolonialisierung Afrikas führen sollten.
Aufnahmen von der Befreiungsbewegung in Angola, der Frelimo in Mozambique und dem Unabhängigkeitskampf in Guinea-Bissau werden dokumentarische Bilder von Missionaren in Tansania und einem Streik in einer schwedischen Mine in Liberia gegenübergestellt.
Ein Blick auf heutige Konflikte, die entlang der alten Kolonialgrenzen schwelen, zeigt, dass Afrika auch über 50 Jahre nach Fanons Tod die Folgen der jahrhundertelangen europäischen Raubzüge und Interventionen noch lange nicht überwunden hat.

Im Rahmen der Berliner Aktionstage gegen die Welt der G20
https://actiondaysberlin.noblogs.org/

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.

Die ZAD verteidigen – Tour 2017

Donnerstag 1.Juni 19h Einlass, 20h Beginn

mit Zwei Aktivist*innen von ZAD

(français mit deutscher Übersetzung)

Eine weitreichend freie Kommune gegen ein Flughafenprojekt und seine Welt –

Seit über 50 Jahren leisten Landwirt*innen und Anwohner*innen Widerstand gegen den Bau eines neuen Flughafens für die französische Stadt Nantes (die bereits über einen eigenen Flughafen verfügt). In jenen Feldern, Wäldern und Feuchtgebieten, die der Großkonzen Vinci zementieren will, gedeiht nun ein Experiment der Neuerfindung eines widerständigen Alltags. Politisch aktive Menschen aus aller Welt, lokale Landwirt*innen und Anwohner*innen, Bürgerinitiativen, Gewerkschaftler*innen, Umweltschützer*innen, Geflüchtete und Untergetauchte, Besetzer*innen, Umweltaktivist*innen und viele andere haben sich organisiert, um 1.600 ha Land gegen den Flughafen und seine Welt zu verteidigen. Politiker*innen nennen diesen Ort ein von der Französischen Republik verlorenes Territorium”. Jene, die sich dort niedergelassen haben, nennen es die ZAD (zone a défendre), zu verteidigende Zone. Im Herbst 2012 haben tausende Polizeibeamt*innen versucht, die Zone zu räumen. Sie wurden aber von einem entschlossenen und diversen Widerstand daran gehindert. Dieses Ereignis kulminierte in einer 40.000 Menschen starken Demonstration auf dem Gelände, die einiges, was vom französischen Staat zerstört worden war, direkt wieder aufbaute. Weniger als eine Woche später war die Polizei dazu gezwungen, ihre “Operation Cäsar” abzubrechen.

In den letzten drei Jahren war die ZAD ein außergewöhnliches Experimentierfeld für neue Lebensweisen, verwurzelt in der Zusammenarbeit zwischen all jenen, die die Diversität der Bewegung ausmachen. Trotz ihrer Vielfalt hat es die Bewegung geschafft, eine gemeinsame Linie zu erarbeiten, um Selbstverwaltung und Landwirtschaft auf dem Territorium ohne einen Flughafen radikal zu überdenken. Die ZAD basiertauf der Schaffung von Gemeinschaftsgütern, Nutzung statt Privatbesitz und der Forderung, dass jene, die für das Territorium kämpfen, auch darüber entscheiden, wie es genutzt wird.

Die Zukunft der ZAD muss immer noch erkämpft werden

Letzten Herbst sollte die gesamte Zone geräumt werden, um den absurden Flughafenbau zu beginnen. Am 8. Oktober 2016 hatten sich Zehntausende versammelt, um die Entschlossenheit der Bewegung zu demonstrieren. In Anerkennung des Kampfes der Landwirt*innen in den letzten Jahrzehnten brachten tausende Demonstrierende Holzstäbe mit, die sie in der Zone zurückließen als Zeichen eines kollektiven Versprechens. Sie werden zurückkommen und sie aus dem Boden ziehen, um die ZAD zu verteidigen, sobald dies nötig sein wird. Nach einigen spannungsreichen Monaten gab die Regierung den Räumungsplan für diese Saison auf. Die neugewählte Regierung könnte die Zone jedoch in den kommenden Monaten wieder in Räumungsgefahr versetzen.

Let’s share Wir sind zwei Bewohner der ZAD und auf unserer Reise wollen wir uns mit Menschen und Netzwerken austauschen und über Möglichkeiten sprechen, kapitalistische Projekte zu vereiteln und permanente autonome Zonen aufzubauen. Wir wollen mit euch Erfahrungen teilen und euch Informationen geben, wie ihr mit der ZAD solidarisch sein könnt, falls eine neue Attacke bevorsteht.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 22.5.2017 / 20:00 Uhr

Quastaktion!
Kommt einfach vorbei, uff’n Getränk, zum Schwatzen, Philosophieren oder um Pläne zu schmieden.
Es gibt viel, sehr viel Propagandamaterial zum mitnehmen, von den Aktionstagen Anfang Juni bis “welcome to hell G20” in Hamburg.

A l l e s   m u s s   r a u s !
Bringt Eimer und Quast mit!

Alle Plakate liegen im Vorraum zum Newyorck-Öffi, falls ihr an anderen Tagen was abholen wollt.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 16.5.2017 / ab 20:00 Uhr

F Tipi Film Filmi Afişi



Vom 19. bis 22. Dezember 2000 stürmten Armee und Polizei 20 türkische Gefängnisse, in denen sich über 1.000 linke politische Gefangene seit mehreren Monaten an einem unbefristeten Hungerstreik beteiligt hatten. Sie wollten damit die Einführung der Isolationshaft-Gefängnisse “F-Typ” verhindern. Bei dieser Militäraktion starben 28 Insassen und über 300 wurden verletzt.
Mit dem Film “Typ F” soll das Isolationshaft-Thema in die breite Öffentlichkeit getragen werden.

—– “Typ F – Der Film” —–

Drama / 9 Episoden
Türkei 2012
Regie: Ezel Akay, Baris Pirhasan, Sirri Sureyya Onder, Reis Çelik, Huseyin Karabey, İlksen Başarır, Aydın Bulut, Vedat Özdemir, Mehmet İlker Altınay
Musik: Grup Yorum, türk. mit dt. UT, 113 Min

Neun voneinander unabhängige Geschichten, die doch Teil des Gesamtbildes sind, stellen in unterschiedlichen Aspekten die Isolationsbedingungen, Maßnahmen und deren Wirkung in türkischen Hochsicherheitsgefängnissen dar.
Initiiert wurde das Projekt von der türkischen Musikgruppe Grup Yorum.
Nach dem Film wird es von Rechtsanwalt Lucas Theune und weiteren Teilnehmer*innen der diesjährigen Newroz-Delegation nach Bakur einen Input zur aktuellen Situation in den türkischen Knästen und der Bedeutung dieser Isolationshaft geben.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, wie immer mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende

Anarchistisches Infocafé
Montag, 8.5.2017 / 20:00 Uhr

Wir zeigen den biografischen Dokumentarfilm:

“Ein Lied für Argyris”

Schweiz/ Griechenland 2006
Regie: Stefan Haupt
swyzer-dt./ griechisch mit dt. UT
105 Minuten

Der Film folgt dem Lebensweg des heute 77-jährigen Argyris Sfountouris, der sich mit dem Wahnsinn auseinandersetzt, der ihm als Kind widerfuhr: Im Sommer 1944 wurden seine Eltern und Verwandten sowie über 200 weitere Menschen aus dem griechischen Dorf Distomo Opfer des grauenhaften Massakers einer deutschen SS-Division, das als Reaktion auf einen Partisanenangriff verübt wurde.
Dann, als 8-jähriger, wurde er aus einem griechischen Waisenhaus in das Schweizer Kinderdorf Pestalozzi geholt und Ende der sechziger Jahre beteiligt sich Argyris am Widerstand gegen die brutale griechische Militärdiktatur der (von den Westmächten unterstützten) Obristen. Mit Erfolg.
Was in den folgenden Jahrzehnten nicht zu gelingen schien, war, den Opfern von Distomo Gerechtigkeit zu verschaffen. Er klagte gemeinsam mit vielen Menschen aus Distomo vor Gerichten in Deutschland, Griechenland und vor dem Europäischen Gerichtshof auf Entschädigungszahlungen.
Mit der deutschen Verweigerungshaltung in dieser Frage findet er sich bis heute nicht ab.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 2.5.2017 / ab 20:00 Uhr


—– “Letters to the President” —–

Dokumentarfilm
Iran 2009
Regie: Petr Lom
Farsi mit engl. UT
72 Minuten

Ahmadinedschad, Staatschef im Iran von 2005 bis 2013, liess sich zur anstehenden Präsidentenwahl, am 19. Mai 2017, registrieren; darf jedoch nach Überprüfung durch den Wächterrat nicht mitspielen.
Der Film zeigt eine seiner Wahlkampfmethoden mit der er 2009 für seine zweite Amtszeit wieder gewählt wurde.
Nach unendlich langem warten auf Drehgenehmigungen durfte der Filmemacher Lom im Wahljahr 2009 Ahmadinedschad bei der Reise in sein Heimatdorf, zu Wahlveranstaltungen, begleiten.
Dabei zeigte sich bald, wie komplex iranische Realitäten sind. Tatsächlich loben alle den starken Mann, auf den zweiten Blick schimmert jedoch massive Unzufriedenheit mit seiner Wirtschaftspolitik durch.
Sein unmittelbares Thema sind jene Bittstellerbriefe, in denen man beim Präsidenten Mikrokredite beantragt, eine ungerechte Behandlung durch Behörden beklagt oder anderweitig um Unterstützung bittet. Diese Briefe werden in einer eigenen Behörde gesammelt und ausgewertet. ‘Letters to the President’ macht deutlich, dass das Hauptziel dieser Einrichtung, zu der auch ein Call Center gehört, die Propaganda ist. Er zeigt die Arroganz mancher Mitarbeiter_innen und die Verzweiflung der Leute, die mit leeren Händen wieder gehen.
An diesem Ort offenbart das iranische Volk seine Sorgen, von denen es im Überfluss zu haben scheint.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, und wie immer, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende

Anarchistisches Infocafé
Montag, 24.4.2017 / 20:00 Uhr


Vor dem G20-Gipfel in Hamburg:

Veranstaltung zur Repression bei Gipfelprotesten

Der Mord an Carlo Giuliani und die Verhaftung und Misshandlung Hunderter DemonstrantInnen beim G8-Treffen 2001 in Genua war zweifellos ein Höhepunkt der Repression bei Gipfelprotesten. Doch auch beim IWF-Treffen in Berlin 1988 oder in Prag 2000, beim G8-Gipfel 2003 in Evian oder 2007 in Heiligendamm haben Polizei und Geheimdienste ihr gesamtes Arsenal aufgefahren. Nirgends gelang es dabei, die vielfältigen Bewegungen aufzuhalten.
Bei der Veranstaltung zeigen wir den Film „OP Genua 2001 – Öffentliche Sicherheit und Ordnung“, der 2007 entstand und einen sehr guten Einblick in die Polizeitaktik auf der Strasse gibt.
Ein Mitglied der Gipfelsoli-Infogruppe wird anschliessend über die Repression bei ausgewählten Gipfeltreffen berichten. Danach tragen wir die Fakten zur Sicherheitsarchitektur beim G20-Gipfel in Hamburg zusammen.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

—english below—

Bericht von der Veranstaltung am 6.2.17:

Warum kommt es auch in alternativen,
selbstverwalteten Veranstaltungsräumen so oft zu Übergriffen und sexualisierter Gewalt, und was können wir vielleicht dagegen tun?

Zum Kontext der Veranstaltung
Protokoll:
1. Input Awarenessteam von der Party am 10.12.2017
2. Input New Yorck
3. Input Gruppe von FLTI* (aktiv in antirassistischen Zusammenhängen)
4. Zusammenfassung der Diskussionen in Kleingruppen

Zum Kontext der Veranstaltung
Anlass für die Veranstaltung war eine Vergewaltigung auf einer Soli-Party im Dezember 2016. Infolgedessen hat die New Yorck im Bethanien bis auf weiteres alle in ihren Räumen geplanten Soli-Parties abgesagt und beschlossen, dass hier erst wieder Soli-Parties möglich sein werden, wenn bessere Strukturen zur Prävention und demUmgang mit sexualisierter Gewalt geschaffen worden sind, so dass sich soweit wie möglich alle Menschen hier auf Parties sicher fühlen und ohne Angst feiern können.
Da die NewYorck mit diesem Problem nicht alleine ist, sondern es in vielen oder sogar den meisten Veranstaltungsorten regelmässig zu übergriffigem Verhalten kommt, sollte es auf der Veranstaltung nicht alleine um die NewYorck im Bethanien gehen, sondern das Problem breiter diskutiert werden. Die Einladung zur Veranstaltung findet sich hier (http://newyorck.net/).
Zur Veranstaltung am 6.2.17 kamen über 150 Menschen. Das zeigt für uns nicht nur die dringende Relevanz des Problems,sondern auch, dass viele Menschen gerne für Parties ohne Angst aktiv werden wollen. Wir fanden es allerdings sehr schade (und halten es auch nicht für einen Zufall, sondern für ein strukurelles Problem), dass ausgerechnet Cis-Männer* bei der Veranstaltung deutlich in der Unterzahl waren.
(* Als Cis-Männer werden Männer bezeichnet, die sich mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Cis ist dabei der Gegenbegriff zu trans.)
Die Idee der Veranstaltung war, sich nach mehreren kurzen Inputs in Kleingruppen zu dem Thema auszutauschen und das dann später in der großen Runde  wiederzusammenzutragen. Nicht nur, aber auch der großen Anzahl der Interessierten war es wohl geschuldet, dass viele Diskussionen nur angerissen werden konnten, und auch viele Themen, die wichtig gewesen wären, nicht besprochen werden konnten.
Weiter unten findet sich ein ausführliches Protokoll vom Treffen, vorweg schon einmal folgende Punkte:

– Wir wünschen uns, dass es nicht bei einer Veranstaltung zu diesem Thema bleibt. Allerdings haben wir als Vorbereitungsgruppe nicht die Kapazitäten, weitere solche Veranstaltungen alleine zu stemmen.

– Wir hoffen, dass sich Projekte, Gruppen und_oder Einzelpersonen finden werden, die Folgeveranstaltungen organisieren möchten. Wer daran Interesse hat, kann sich gerne an unsere Mailadresse (partywithoutfear@riseup.net) wenden

– Wir freuen uns über Feedback zur Veranstaltung am 6.2.17, gerne an unsere Mailadresse (partywithoutfear@riseup.net)

– Wir wollen einen Berlin-weiten Mailverteiler von alternativen Veranstaltungsorten,selbstorganisierten Party-Gruppen und Awareness-Projekten erstellen, um unsgegenseitig über Veranstaltungen, Konzepte, aber auch etwa aktuelle Warnungen bzw. Hausverbote etc. auf dem Laufenden zu halten. Wenn ihr mit Eurem Projekt oder Eurer Gruppe hier drauf wollt, schickt uns ebenfalls gerne eine kurze E-Mail

-Wenn ihr interessiert seid, konkret daran mitzuarbeiten, dass in der NewYorck im Bethanien wieder Soli-Parties möglich sind, und zwar mit deutlich besserenAwarnessstrukturen als bisher, könnt ihr Euch gerne direkt an die NewYorck wenden (newyorck@so36.net)

– Wir unterstützen die Idee eines Blogs zum Thema awareness in Berlin, auf dem dann Flyers in mehreren Sprachen, Hintergrundtexte, Adressen und Links etc. zusammengetragen und gefunden werden könnten.

PROTOKOLL

Ablauf:
* Input Awarenessteam der Party am 10.12.16
* Input New Yorck
* Input Gruppe von FLTI* (aktiv in antirassistischen Zusammenhängen)
* Diskussion in Kleingruppen
* Präsentation der Kleingruppendiskussionen in der Großgruppe und abschließende   Diskussion

1.Input Awarenessteam von der Party am 10.12.16
Es geht uns nicht darum hier mitzuteilen, was genau passiert ist, entsprechend sollen hier keine Details des Vorfalls geschildert werden. Wir sind lediglich hier, um unsere Analyse dessen zu teilen, wie wir mit der Vergewaltigung und dem Täter umgegangen sind, und um Gerüchte über den Umgang damit aus dem Weg zu räumen.

-das Awarenessteam (ca. 8 Personen) wurde über die Vergewaltigung informiert und hat die Party sofort abgebrochen

-der Täter wurde in Begleitung von 20 Menschen rausgeschmissen. Er behauptete, er wisse nicht, was passiert sei, und beurteilte den Rausschmiss als eine rassistische Handlung gegen ihn als Schwarzen Mann

-wir konnten verschiedene rassistische Dynamiken in der Situation feststellen: einmal in der Art und Heftigkeit des Umgangs mit dem Täter und gleichzeitig dieTatsache, dass eine Schwarze Person des Awarenessteams sofort dem Täterumfeld zugeordnet wurde, anstatt als Teil des Awarenessteams identifiziert zu werden (dabei war Teil des Problems, dass wir als Awarenessteam nicht klar markiert und sichtbar waren)

-obwohl wir in Absprache mit der betroffenen Person nicht die Bullen rufen wollten, riefen andere Menschen, die die Situation mitbekommen hatten, unkoordiniert die Bullen. Diese verhafteten den Täter

-Die Polizei wollte ins New Yorck, wurde aber nicht reingelassen

2.Input NewYorck

-wir, die New Yorck im Bethanien, tragen die Verantwortung für diesen Raum, der sich in unserem Projekt befindet und der von sehr unterschiedlichen Gruppen für diverse Veranstaltungen, u.a. auch Soli-Parties, genutzt wird

-wir müssen selbstkritisch sein: wir wussten Bescheid über wiederholte Übergriffe und wir haben es nicht wirklich geschafft auf dieses Problem zu reagieren

-wir haben uns nicht beteiligt am kollektiven Prozess einiger anderer Hausprojekte um sexualisierte Gewalt zu verhindern, und haben einen offenen Brief von November 2014 mit einem Aufruf diesbezüglich (“Wir haben keinen Bock mehr! Offener Brief linker
Veranstaltungsorte” (https://linksunten.indymedia.org/de/node/126868) ) nicht unterschrieben.

-eine frühere Forderung aus der NewYorck selbst, einen vorläufigen Partystop zu machen wurde vomGesamtprojekteplenum (Selbstverwaltungs-Organ der NewYorck)abgelehnt.

-es fehlt oft an Kommunikation darüber, was während Parties und anderen Veranstaltungen passiert (z.B. kommt es vor,dass eine Person rausgeschmissen wird, und beieiner Party eine Woche später problemlos wiederkommen kann…).

-die Parties werden immer von unterschiedlichen Gruppen organisiert, wichtige Infos werden häufig nicht geteilt.

3.Input einer Gruppe von *FLTI* (aktiv in antirassistischen Zusammenhängen)
( *FLTI* ist eine Abkürzung für Frauen_Lesben_Trans_Interpersonen)

-wir sind eine Gruppe die aktiv ist in verschiedenen Kämpfen gegen Unterdrückung, besonders in Kämpfen von Geflüchteten-FLTI*

-wir sind oft frustriert über den Verlauf von Diskussionen über Diskriminierung und unterdrückendes Verhalten, also würden wir gerne ein paar Gedanken undForderungen mit euch teilen. Bezieht diese in eure Diskussion ein!

-Warum kommt es immer wieder zu sexualisierter Gewalt? Unsere Meinung: safe space exisitiert nicht, Awareness funktioniert nicht, Unterdrückungsmechanismen sind zu groß um sie mit einem Awarenessteam verhindern zu wollen, Solipartys sind immer sexistisch (schon durch die Art wie sie organisiert sind: wer macht welchen Job, wer putzt…?)

Unsere Forderungen für die Diskussion heute:
1.Unterdrückung in unseren Kreisen passiert weiterhin aufgrund von patriarchalen Allianzen- brecht patriarchale Solidarität

2.In Diskussionen, in denen Sexismus und Rassismus miteinander verschränkt sind, müssen sich weiße cis-Männer meistens gar nicht zum Thema verhalten/werden nicht konfrontiert. Wir wollen, dass sich weiße cis-Männer klar positionieren, da sie ein maßgeblicher Teil dieser patriarchalen Allianzen sind und von allen gesellschaftlichen Unterdrückungsformen am meisten profitieren! (siehe Text von Nadiye Ünsal:http://movements-journal.org/issues/02.kaempfe/09.%C3%BCnsal–refugees-supporters-oplatz-intersectionality.html)

3.Auf Demos wird immer von praktischer Solidarität gegrölt. Diese erreicht jedoch nicht FLTI*Geflüchtete. Wir fordern weiße cis-Männer dazu auf, nachzudenken, wiesie paraktisch solidarisch sein können mit FLTI* Geflüchteten. Wir haben dazu einige Vorschläge. Falls wer mehr dazu wissen will einfach eine Mail an patriarsch@riseup.net senden

4.Wir wollen alle Solipartys stoppen. Wir finden Solipartys an sich sexistisch, wir finden, dass die Rollen und Aufgabenteilung für die Organisation von Soliparties entlang klassischer Geschlechterrollen passiert – es machen immer FLTI* die ganze Reproduktionsarbeit (Putzen, Kochen etc.) und die Jungs machen sich ne
nette Sause

5.Wir sollten Räume eher für politischen Austausch nutzen und/oder die Räume einfach den FrauenLesbenTransInter* überlassen!

4. Zusammenfassung der Diskussionen in Kleingruppen:
(die folgenden Stichpunkte stellen eine anonymisierte Zusammenfassungder Redebeiträge dar, die in unterschiedlichen Kleingruppen sowie in derabschließenden Großgruppendiskussion gefallen sind. Einige wurden von mehreren Personen vorgetragen, andere nur von Einzelpersonen. Sie stellen in jedem Fall keinen Konsens dar!)

a) Gedanken zum Umgang mit Tätern:

– Kritik am Awareness-Schicht-Konzept: Die kollektive Verantwortung dafür, wer sich in Räumen wohlfühlt, wird an wenige (nüchterne) Menschen delegiert. Alle müssten sich eigentlich angesprochen fühlen, wenn es darum geht, die Athmosphäre im Raum mitzugestalten. Alle müssen aufeinander achten.

– weiße Leute scheinen immer wieder überfordert davon zu sein, Schwarze Täter zu
konfrontieren. Betroffene Personen äußern sich zum Teil aus Angst vor Rassismusvorwürfen nicht. Warum ist das so?

– Wenn nicht-geflüchtete Menschen geflüchtete Täter nicht mit ihrem Verhalten konfrontieren, dann liegt das Problem in einer falschen Rassismusdefinition aufgrundweißer deutscher Schuldgefühle: Wenn wir nicht alle Täter gleich behandeln, sondern zwischen Geflüchteten und nicht-Geflüchteten unterscheiden,
dann ist das Rassismus! Denn dahinter steht eine Wahrnehmung Geflüchteter als einheitliche, vor allem über Fluchterfahrung definierte Menschengruppe, mit denen irgendwie “anders”umgegangen werden muss.

– Es ist Angst davor da, Männer of color auszuschließen, aber vergessen wird der bereits stattfindende Ausschluss von FLTI-Personen, die Angst haben zu Soliparties und linken Veranstaltungen zu kommen/aufgrund Erfahrungen übergriffigen Verhaltens bereits nicht mehr hingehen

– Menschen haben sehr unterschiedliche Biographien, nicht alle haben schon von Sexismus oder Konsens gehört/sich damit beschäftigt bzw. hatten vermehrt Gelegenheit dazu. Sollten wir den Kenntnisstand von Personen zu solchen Themen berücksichtigen, wenn wir mit Tätern umgehen? Sollte die gesellschaftliche Positionierung einer Person eine Rolle beim Umgang mit Tätern spielen oder nicht?

– Wann ist es sinnvoll, Tätern die Gründe für einen Rauswurf nochmal zu erklären? Es besteht auch die Gefahr, Täterverhalten zu entschuldigen, weil die Person zum Beispiel noch nicht von Konsens gehört hatte – das darf nicht passieren.

– Safe spaces gibt es nicht!

– Wie unterscheidet sich der Umgang mit Tätern, die sich aus einer politischen Affinität heraus in linken Räumen aufhalten, und solchen, die diese Räume “nur” zumFeiern nutzen?

– Körpersprache kann sehr unterschiedlich gedeutet werden, sexualisiertes Verhalten fängt nicht für alle am gleichen Punkt an – wie können wir eine Sprache finden, um individuelle Grenzen/erlernte Verhaltens- und Deutungsmuster zu thematisieren?

– sexualisierte Gewalt ist nicht nur ein Party-Problem, sondern auch ein generelles Problem in der linken Szene

b) Handlungsvorschläge:

-cis-Männer sollten cis-Männer Gruppen gründen um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen

– Männer müssen handeln, Täter konfrontieren und Konsequenzen ihres Handelns klarmachen – die Solidarität mit Tätern muss öffentlich gebrochen werden.

– Männer müssen in ihren jeweiligen Gruppen sexualisierte Gewalt thematisieren und sich klar antisexistisch positionieren.

– mehr präventive Werkzeuge (z.B. webblog für awareness bei Partys, Awarenesstelephon, strengere Türpolitik – wie können rassistische Ausschlüsse verhindert werden?)

-das Schweigen brechen: wenn wir sehen, dass Menschen in Schwierigkeiten sind, direkt fragen ob sie Unterstützung brauchen

– es sollten mehr Workshops zum Thema Sexismus organisiert werden

– es könnte eine Liste von Tätern erstellt werden, die sich in linken Räumen bewegen und die aus diesen Räumen ausgeschlossen werden sollen

– Mehr FLTI-Partys!
– es gibt bereits Gruppen, die seit Jahren zum Thema sexualisierte Gewalt arbeiten, und an die man sich wenden kann, zB.

ask_gerda http://askgerda.blogsport.de/
LesMigras http://www.lesmigras.de/
Transformative Justice Kollektiv http://www.transformativejustice.eu/de/
Wildwasser http://www.wildwasser-berlin.de/
Tauwetter http://www.tauwetter.de/de/
Lara http://www.lara-berlin.de/
Hydra http://www.hydra-berlin.de/startseite/

c) Vorschlägebezüglich Awareness-Strukturen auf Soliparties:

– Vor jeder Party könnte es einen awareness-Workshop geben

– es könnte eine Berliner Awareness-Gruppe geben, so wie die Lauti-Gruppe, die Leute schult

– Parties sollten nur noch stattfinden, wenn es eine vorbereitete Awareness-Gruppe gibt

– Rausschmeiß-Politik für den Abend mit der Ansage an Täter: du kannst nochmal zum Plenum kommen, wenn du drüber reden willst, für heute musst du aber gehen

– Awareness-Flyer müssen Leuten persönlich in die Hand gegeben werden, nicht nur auf einem Tisch ausgelegt werden

– Mehr Awareness-Poster mit klaren Regeln darüber, welches Verhalten nicht ok nicht – es sollte hinzufügt werden, dass solches Verhaltenunabhängig von Geschlecht und race nicht geduldet wird

– Awareness-Jingle in mehreren Sprachen auf Partys abspielen

– Awareness-Strukturen sollten auch bereit dazu sein, im Nachhinein Täterarbeit zu machen

– Keinen harten Alkohol ausschenken

– es sollte kein Alkohol an sehr betrunkene Leute mehr ausgeschenkt werden – die Bar muss aufmerksam sein!

New Yorck im Bethanien  April 2017

newyorck@so36.net

 

—english—

Report Back from the event on February 6th, 2017

Why do assaults and sexualized violence occur

so often in alternative, selforganized event spaces and what can we do to change that?

Context for the Event

Minutes

1. Statement by the Awareness Team from the party on 10.12.2016

2. Statement from New Yorck

3. Statement by WLTI* Group (active in antiracist organizing)

4. Summary of the discussion in small groups

Context for the Event

The occasion for this event was a rape at a soli­party in December 2016. As a result, New Yorck im Bethanien cancelled all planned soli­parties in their space until further notice, and decided that it will only be possible to have soli­parties again when better structures for the prevention and han­dling of sexualized violence are created, so that as far as possible everyone can feel safe here and have parties without fear. Since New Yorck is not the only space with this problem, and in many or even most event spaces assaults occur regularly, this event was not intended to deal solely with New Yorck im Bethanien, but rather to discuss the problem on a broader scale. The invitation to the event can be found here (http://newyorck.net/). About 150 people came to the event on 6.2.17. To us, this shows not only how urgently relevant the problem is, but also how many people are ready to take action in order to have parties without fear. However, we were disappointed to notice (and do not believe it is a coincidence, but rather a struc­tural problem) that of all people cis­men* were in a clear minority at the event. (* Cis­men refers to men who identify with the gender which was assigned to them at birth. Cis is the opposite of trans).

The idea of the event was, after a few short statements, to discuss the topic in small groups and then to gather the ideas in the larger group. Due in part (but not only) to the large number of attendees, many discussions could only just be started and we weren’t able to address many topics that could have been important. More detailed minutes were taken at the event and follow below, but first a few points:

We don’t want this to be the last event to deal with this topic. But we, the preparation group, don’t have the capacity to organize further events alone.

We hope that projects, groups and/or individuals will come together who want to organize follow­up events. If you’re interested, please get in touch with us at (partywithoutfear@riseup.net).

We welcome any feedback about the event on 6.2.17, also at (partywithoutfear@riseup.net).

­

We would like to create a Berlin­wide mailing list of alternative event spaces, self­organized party groups and awareness projects, in order to keep each other posted about events, ideas and also cur­rent warnings (bans, etc.). If your project or group would like to join it, just send us a short email.

If you want to participate in making soli­parties possible again at New Yorck im Bethanien ­ with much better awareness structures than before ­ you can contact New Yorck directly at (newyorck­@so36.net)

­

We support the idea of a blog about awareness in Berlin, on which flyers in several languages, background texts, addresses and links, etc. can be collected and easily found.

MINUTES

Statement by the awareness team from the party on 10.12.16

Statement by New Yorck

Statement by WLTI* group (active in antiracist organizing)

Discussion in small groups

Presentation of the small­group discussion and discussion in the larger group

1. Statement by the awareness team from the party on 10.12.16

It is not our intention here to give an exact account of what happened, and so we will not describe any details of the incident. We are only here to share our analysis of how we dealt with the rape and with the offender and to put some rumors to rest about how the situation was handled.

­* The awareness team (about 8 people) was informed about the rape and immediately stopped the party. ­ The offender was thrown out escorted by 20 people. He claimed not to know what had happened and considered his removal from the party a racist act against him as a black man.

­* We observed various racist dynamics at work in the situation: first in the way in which the offender was handled and then when a black person from the awareness team was associated with the of­fender, instead of being identified as part of the awareness team (part of the problem was that we were not clearly marked and recognizable as the awareness team)

­* Although, in agreement with the affected person, we did not want to call the cops, other people who had heard about the situation called the cops in an uncoordinated way. They then arrested the offender.

­* The police wanted to enter New Yorck but were not let in

2. Statement by New Yorck

­

* We, New Yorck in Bethanien, are responsible for this space, which is a part of our project and is used by various groups for a range of events, including soli­parties

­* We need to be self­critical: we knew that assaults had occurred repeatedly and we never really suc­ceeded at reacting to this problem

­* We did not participate in the collective process of some other house projects to prevent sexualized violence and did not sign an open letter from November 2014 with a call on this subject (“Wir haben keinen Bock mehr! Offener Brief linker Veranstaltungsorte

(https://linksunten.indymedia.org/de/node/126868)

­*An earlier demand from within New Yorck to temporarily stop holding parties was rejected by the general assembly of the project (the self­organizing body of New Yorck)

­* There is often a lack of communication about what happens during parties and other events (for ex­ample, someone who is thrown out of one party can attend another the next week with no problem)

­* Parties are always organized by different groups, so important information is often not shared

3. Statement by WLTI* Group (active in antiracist organizing)

( *WLTI* is an abbreviation for Women_Lesbians_Trans_Inter people)

­

* We are a group that is active in different struggles against oppression, particularly in the struggles of refugee WLTI*

­* We are often frustrated by the way in which discussions about discrimination and oppressive be­havior are held, and so we would like to share a few thoughts and demands. Work them into your discussions!

­* Why does sexualized violence occur again and again? Our opinion: safe space doesn’t exist, awareness doesn’t work, mechanisms of oppression are too big to be stopped by an awareness team, soli­parties are always sexist (already in the way they are organized: who does which job, who cleans up…?)

Our demands for the discussion today:

1. Oppression in our social circles can continue because of patriarchal alliances ­ break patriarchal solidarity

2. In discussions in which sexism and racism are entangled, white cis­men often don’t have take a position/are not confronted. We want white cis­men to take clear positions, since they are an essen­tial part of these patriarchal alliances and profit the most from social forms of oppressions! (see Nadiye Ünsals text: http://movements­journal.org/issues/02.kaempfe/09.%C3%BCnsal­­refugees­ supporters­oplatz­intersectionality.html)

3. At demos everyone shouts the same slogans about practical solidarity. But it rarely reaches WLTI*Refugees. We challenge white cis­men to reflect on how they can show practical solidarity with WLTI*Refugees. We have some suggestions. If you want to know more, just send an email to patriarsch@riseup.net.

4. We want to put a stop to all soli­ parties. We think soli ­parties are intrinsically sexist, we think that the roles and distribution of tasks for soli­ parties fall along the lines of classic gender rolls WLTI* people always end up doing the reproduction work (cleaning, cooking, etc.) and while the boys have a good time.

5. We some use for political exchanges instead and/or just give them to the WLTI*!

4. Summary of the discussion in small groups:

(the following points represent an anonymized summary of the comments that were made in the various small groups and in the larger group discussion that followed. Some were made by several people, other only by individuals. They in no way represent a consensus!)

a) Thoughts about dealing with offenders:

­*Criticism of the awareness-shift concept: the collective responsibility for the comfort of everyone in a space is delegated to a few (sober) people. In fact, everyone should feel like they are a part of creating the atmosphere of the space. Everyone should watch out for each other.

­

*Again and again, white people seemed to be overwhelmed by having to confront black offenders. People affected don’t say anything in part out of fear of being accused of racism. Why is that?

­

*If non ­refugees don’t confront refugee offenders about their behavior, then the problem is a false definition of racism based on feelings of white, German guilt: if we don’t treat all offenders equally, and make distinctions between refugees and non­refugees, that is racism! Because behind that is the perception of refugees as a uniform group of people defined primarily by their experience of flight, who need to be treated somehow ‘differently’.

­

* People are afraid of excluding men of color but forget about the exclusion of WLTI ­ people which is already taking place: people who are afraid to go to soli­parties and leftist events, or due to expe­riences of abusive behavior already have stopped going.

­

* People have very different biographies: not everyone had heard of or thought about sexism or con­ sent, others have very often. Should we consider people’s degree of experience when dealing with offenders? Should the social positioning of a person play a role in our treatment of offenders or not?

­

* When does it make sense to explain the reasons why offenders are being thrown out of a party? There is also the danger of excusing offensive behavior because, for example, the person has never heard of consent – that cannot be allowed.

­

* Safe spaces don’t exist!

­

* How does the way in which offenders are treated who come to leftist spaces out of political affin­ ity and whose who ‘only’ come to these spaces for parties?

­

* Body language can be interpreted very differently, sexual behavior doesn’t start at the same point for everyone – how can we find a language to talk about individual boundaries and learned models of behavior and interpretation?

­

* Sexualized violence is not only a party problem, it’s a general problem in the leftist scene

b) Suggestions for action

­* Cis­men should start cis­men groups in order to confront these issues

* Men have to act, confront offenders and make the consequences for their actions clear to them – solidarity with the offenders must be publicly broken

­

* Men need to talk about sexualised violence in their own groups and take clear anti­sexist positions

­

* More preventative tools (for example, a blog on awareness at parties, an awareness phone, stricter door policies – how can racist exclusions be prevented?)

­

* Break the silence: if we see that someone is in trouble, ask directly if they need support

­

* More workshops about sexism should be organized

­

* A list of offenders who hang out in leftist spaces could be created and they should be excluded from these spaces

­

* More WLTI ­ Parties!

­

There are already groups that have been working on the issue of sexualized violence for years, who you can turn to for help, such as:

ask_gerda http://askgerda.blogsport.de/

LesMigras http://www.lesmigras.de/

Transformative Justice Kollektiv http://www.transformativejustice.eu/de/

Wildwasser http://www.wildwasser­berlin.de/

Tauwetter http://www.tauwetter.de/de/

Lara http://www.lara­berlin.de/

Hydra http://www.hydra­berlin.de/startseite/

c) Suggestions about awareness structures at soli­parties:

­

* Before every party there could be an awareness workshop

­

* There could be a Berlin awareness group, like the Lauti (sound system) group, that coaches people

­

* Parties should only take place if there is a well­ prepared awareness group

­

* Ejection policies for the evening with the message to offenders: you can come to the plenum after­wards, if you want to talk about it, but tonight you have to go

­

* Awareness fliers should be handed out personally, not just put on a table

­

* More awareness posters with clear rules about what sort of behavior is not ok ­ it should be in­cluded that such behavior will not be tolerated, independent of gender and race

­

* Play the awareness jingle at parties in several languages

­

* Awareness structures should be ready to continue to deal with the offenders afterwards

­

* Don’t sell hard alcohol

­

* Very drunken people shouldn’t be given more alcohol ­ the bar has to pay attention!

published in April 2017

New Yorck im Bethanien

newyorck@so36.net

Sinema Jazeera
Dienstag, 18.4.2017 / ab 20:00 Uhr

“The song of sparrows – Avaze gonjeshk-ha”

Spielfilm
Iran 2008
Regie: Majid Majidi
Farsi mit engl. UT
97 Minuten

Karim arbeitet als Tagelöhner auf einer Straußenfarm nahe Teheran. Sein geruhsames Familienleben gerät aus dem Gleichgewicht, als er den Job verliert und seine älteste Tochter gleichzeitig ein nahezu unerschwingliches, neues Hörgerät benötigt. Durch Zufall wird er Motorrad-Taxifahrer in Teheran, verdient plötzlich mehr denn je und entdeckt dabei, dass die Großstadtbewohner*innen viel Brauchbares wegwerfen. Mit dem Horten dieser “Reichtümer” wandelt Karim sich zu einem habgierigen Mann, der den bedürftigen Nachbarn nichts mehr abgibt. Erst als er sich bei einem Sturz schwer verletzt und auf die Hilfe anderer angewiesen ist, begreift er, dass er sein Leben ändern muss.
Der Filmemacher Majid Majidi, er zählt zu den bedeutendsten Regisseuren des Iran, veranschaulicht auf unprätentiöse Weise den Umbruch einer Gesellschaft zwischen Tradition und Moderne.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, und wie immer, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende