FICKO feiert 9 Jahre Gutmenschlichkeit – Fr. 18.5.2018

Liebe Gutmenschen,

FICKO wird 2018 neun Jahre alt und wir haben beschlossen, das dieses Jahr zu feiern. Die Partyist am

Freitag, den 18.5.2018 im New Yorck am Bethanien in Berlin-Kreuzberg.
Einlass 20 Uhr, Podium 21 Uhr. Musik 23 Uhr.

Es gibt zwei Floors mit sechs DJs und Liveacts mit schwelgerischer Sphärenmusik über live gespielte Beats unter Gesang, von hartem Trapgeballer bis Afrohouse. Die einzelnen Künstler_innen werden auch noch vorgestellt:

Jumi Su und Jannis Fray werden tätowieren. Sie haben auch das schöne Plakat gemacht:

 

Dem Ganzen vorangestellt wird unsere Podiumsdiskussion, in der wir diskutieren, wie wir zur Gesellschaft der Vielen kommen.

Die „Gesellschaft der Vielen“ ist eine Gesellschaft, die in allen Bereichen, gerade auch in Machtstrukturen, Institutionen, Ideen und im alltäglichen Leben nicht nur eine Vorstellung, sondern eine Praxis der Vielfalt und Gerechtigkeit für ALLE Menschen hat. Noch hinkt die Realität (in Deutschland) dieser Idee meist hinterher, in allen gesellschaftlichen Bereichen findet sich in den Machtpositionen, Vorständen, Chefredaktionen, Ministerienposten usw. die weitaus vielfältigere Realität der Menschen „da draußen“ nicht wieder.

Das muss sich ändern. Wir müssen zur Gesellschaft der Vielen aufbrechen. Und zwar in Massen. Denn zusätzlich zum traurigen Normalzustand des Jetzt bekommen in den letzten Jahren nicht nur hierzulande autoritäre Ideen und Akteur_innen gehörigen Aufwind, die in etlichen Bereichen noch viel schlimmere Vorstellungen haben und auch schon längst begonnen haben, diese umzusetzen.

Es gibt noch keinen richtig großen, von sehr vielen Menschen anerkannten Gegenentwurf dazu, der wiederum eine eigene Idee ins Zentrum stellt; eine Gesellschaft, die auf Solidarität statt Konkurrenz, Vielfalt statt Normierung und auch wirklich real umgesetzte Achtung der Rechte aller Menschen setzt. Diese Idee soll die Gesellschaft der Vielen sein, dort müssen wir hin. Das wird natürlich nicht einfach, die Abwehr gegen ehrliche Diskussionen um Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Ausbeutung und etliche weitere Formen der Ausgrenzung und Abwertung ist gerade in Deutschland sehr groß. Es hilft aber alles nichts, es muss gestritten werden und wir brauchen ein von vielen geteiltes Ziel, eine Utopie, eine Vorstellung der Zukunft.

Statt uns vereinzelt und in jeweils abgegrenzten Abwehrkämpfen gegen die Autoritäre Wende aufzureiben, müssen wir stattdessen Kämpfe vereinen und ein gemeinsames Ziel anstreben, das in den Mittelpunkt des Diskurses gestellt wird. Die Gesellschaft der Vielen ist dieses Ziel. Dort muss es hingehen. Wir haben die Leute, wir haben das Know-how, wir haben recht und wir haben die Zukunft! Lasst uns losgehen. Wie wir das machen, wird am 18.5.2018 im New Yorck am Bethanien in Berlin diskutiert. Ihr seid herzlich eingeladen, mitzumachen!

Es nehmen teil:

Christiane Beckmann (Moabit hilft e.V.)
Devrim Uygun (antifaschistische Aktivistin)
Poljak Wlassowetz (Schriftsteller)

Sinema Jazeera
Dienstag, 15.5.2018 / ab 20:00 Uhr

BDS Berlin ist heute zu Gast im Sinema Jazeera und zeigt im Rahmen der diesjährigen Aktivitäten zum 70. Jahrestag der NAKBA (Katastrophe) den Dokumentarfilm

“We cannot go there now, my Dear”

Libanon 2014, Regie: Carol Mansour
arab. mit engl. UT, 42 Minuten

Der Film hebt die Geschichte der palästinensischen Geflüchteten hervor, die seit ihrer Flucht aus Palästina 1948 in Syrien leben. Wie alle Menschen in Syrien, sind sie ebenso vom Krieg betroffen.
Ihre Geschichte ist jedoch komplexer. Indem die palästinensischen Flüchtlinge aus Syrien fliehen und im Libanon Zuflucht suchen, werden sie zu einer besonderen Kategorie von Geflüchteten: Sie sind doppelt Geflüchtete.
Als Palästinenser*innen sind sie im Libanon nicht wirklich willkommen. Als Geflüchtete werden ihre Reisedokumente nicht anerkannt. Als Palästinenser*innen verlieren sie jetzt zum zweiten Mal alles und sind wieder obdach- und staatenlos.
Eine Geschichte, in der die Ursachen und Folgen bekannt sind, aber nicht das Ende. Eine Geschichte, in der Leben ständig improvisiert und neu aufgebaut und auf die Rückkehr gewartet wird.
Wir freuen uns auf eine anschliessende Diskussion.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 14.5.2018 / 20:00 Uhr

Die Kolumbienkampagne Berlin stellt ihre aktuelle Kampagne

“QUE LA PAZ NO NOS CUESTE LA VIDA –

DASS DER FRIEDEN UNS NICHT DAS LEBEN KOSTET”

vor, in der es um die Ermordung von Bäuer*innen, Indigene, Afrokolumbianer*innen, Sprecher*innen sozialer Bewegungen, kolumbianische Menschenrechtsaktivist*innen sowie Ex-Guerillerxs und ihre Familienangehörige seit dem Friedensvertrag geht, und spricht über die aktuelle Lage in Kolumbien.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 23.4.2018 / 20:00 Uhr

“Wie die Miete zur Rendite wird” – Diskussion

Der Immobilienmarkt ist eine treibende Kraft zur Förderung der gesellschaftlichen Ungleichheit. Steigende Mieten und Spekulationen um Wohn- und Lebensräume nehmen ständig zu. In der Veranstaltung wird der ökonomische Prozess aufgezeigt, in dem das deutsche Steuersystem diese Entwicklung fördert. Anhand von Beispielen aus Kreuzberg/Berlin/… werden Spekulation, Verteuerung von Wohnraum und Zwangsräumungen skizziert. Der Fokus soll allerdings auf den formalen Bedingungen für Gentrifizierungsprozesse liegen, wie diese durch Wirtschaft und Politik vorangetrieben und erzeugt werden.

Gemeinsam wollen wir nach einem Vortrag über mögliche Wege und Strategien sprechen, wie diesen Prozessen und Bedingungen entgegengewirkt werden kann.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 17.4.2018 / ab 20:00 Uhr

“The Cut”

Türk./ BRD/ FR/ IT/ P/ Russ. 2014, Spielfilm
Regie: Fatih Akin, armenisch./ türk./ arab./ engl. mit dt. UT, 133 Minuten

Das Osmanische Reich im Jahr 1915: In der Stadt Mardin werden eines Nachts sämtliche armenische Männer von der türkischen Gendarmerie zusammengetrieben, darunter auch der Schmied Nazaret. Wie viele andere auch wird er von seiner Familie getrennt und muss in der Wüste Zwangsarbeit verrichten. Als die verschleppten Männer umgebracht werden sollen, überlebt Nazaret durch viele glückliche Umstände und kann flüchten, zunächst ohne bestimmtes Ziel. Schließlich erfährt er, dass seine Zwillingstöchter den Genozid an den Armenier_innen überlebt haben. Nazaret begibt sich auf eine rastlose Suche nach den Mädchen, die ihn von der syrischen Wüste über Kuba bis in die Prärie North Dakotas führt…

Der 24. April gilt als der offizielle Gedenktag des Genozids an den Armenier_innen.
Der gleiche Tag wurde auch von den Assyrer_innen/Aramäer_innen und den Pontosgriech_innen gewählt, um des Genozids an den Assyrer_innen/Aramäer_innen und der Griech_innenverfolgungen im Osmanischen Reich zu erinnern.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 9.4.2018 / 20:00 Uhr



“Repression gegen Anarchist*innen in Russland”

Wenige Tage vor den russischen Präsidentschaftswahlen durchsuchten polizeiliche Spezialkräfte eine WG in Moskau und verhafteten eine Person, die anschließend im Polizeiauto mit Stromschlägen traktiert und verhört wurde. Das diente offensichtlich der Einschüchterung radikaler Opposition.

Die antiautoritäre Linke in Moskau ist immer wieder heftiger Repression ausgesetzt.
Wir wollen mit einem Aktiven aus Moskau über die dortige Situation ins Gespräch kommen.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 3.4.2018 / ab 20:00 Uhr

“Lemon Tree”

Israel / Palästina 2008, Regie: Eran Riklis
arab. / hebr. mit engl. UT, 100 Minuten

Die palästinensische Witwe Salma Zidane (Hiam Abbas) bewirtschaftet einen Zitronenhain, der direkt an der Grenze zwischen Westjordanland und Israel liegt. Ihre neuen Nachbarn auf der anderen Seite sind der israelische Verteidigungsminister Navon mit seiner Frau Mira (Rona Lipaz-Michael). Nach Meinung seiner Sicherheitsleute ist Salmas Garten ein Sicherheitsrisiko und soll abgeholzt werden.

Mit allen Mitteln wehrt sich Salma gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage und geht dafür bis zum Obersten Gerichtshof Israels. Ihr Kampf schlägt weite Kreise: die internationale Öffentlichkeit, aber auch Mira, wird auf sie aufmerksam. Ein unsichtbares Band verbindet die ungleichen Frauen, die jede für sich am Beginn eines neuen Lebensabschnitts steht. Sie sind es, die als einzige den Mut aufbringen,

sich gegen vorgestanzte Handlungsmuster aufzulehnen.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende.

Sinema Jazeera
Dienstag, 20.3.2018 / ab 20:00 Uhr


“The white balloon – badkonake sefid”

Iran 1995, Regie: Jafar Panahi
farsi mit engl. UT, 80 Minuten

Die junge Razieh wünscht sich nichts sehnlicher als einen Goldfisch zu Newroz, der traditionell Bestandteil des iranischen Neujahrsfestes am 21. März ist.
Mit unnachgiebiger Penetranz schwätzt sie ihrer Mutter den letzten 500 Toman-Schein ab, um damit den 100 Toman teuren Fisch zu erstehen. Doch durch ihre Ungeschicktheit geht dieser verloren und sie macht sich mit Hilfe ihres Bruders auf die verzweifelte suche danach…
Sorgfältig in langen Einstellungen inszeniert, besticht der sympathisch unspektakuläre Debutfilm vor allem durch den Charme der Geschichte mit seinen kleinen beiläufigen Beobachtungen. Doch dann sind da diese Zwischentöne, die einen faden Beigeschmack haben und die in den folgenden Filmen zu Panahis zentralem Thema wurden. Denn von nun an machte er explizit politische und systemkritische Filme für die er 2010 zu 6 Jahren Haft und zu 20 Jahren Berufs- und Ausreiseverbot verurteilt wurde.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende.

Anarchistisches Infocafé

Anarchistisches Infocafé

Montag, 12.3.2018 / 20:00 Uhr

Anlässlich des 18. März, dem Tag der politischen Gefangenen, zeigen wir den Film:

“Im Namen des Vaters”

Irland/GB 1993, Regie: Jim Sheridan, Sprache: deutsch, 133 Minuten

Nicht nur im Zuge des G20 in Hamburg werden Menschen ohne Beweise zu Knaststrafen verurteilt oder sitzen monatelang in Untersuchungshaft. Die Geschichte ist voll solcher Beispiele politischer Justiz. Der Film “Im Namen des Vaters” basiert auf der wahren Geschichte der Guildford Four, einem besonders krassen Beispiel juristischer Willkür. Die Guildford Four wurden mit Hilfe erzwungener Geständnisse unschuldig zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt, weil die britische Polizei Erfolge im Zusammenhang mit einer Bombenserie der IRA vorweisen muss. Nach 15 Jahren Haft wurde der Prozess neu aufgerollt.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Montag, 26.3.2018 / 20:00 Uhr

Infoveranstaltung: Solidarische Landwirtschaft (Solawi)


Solidarische Landwirtschaft (Solawi) gewinnt an Bekanntheit und Bedeutung – endlich! Mittlerweile sind in Deutschland rund 170 Höfe im Solawi-Netzwerk verbunden, und viele weitere Initiativen wollen loslegen.

Solawi bedeutet: Menschen verbinden sich mit einem Hof und werden gegen einen festen monatlichen Geldbetrag sowie Hilfe bei der Landarbeit mit dem beliefert, was der Hof hergibt. Das sorgt für Marktunabhängigkeit, die Vergemeinschaftung von Agrarflächen und für einen Lebensmittelanbau, der nicht nur bio und divers ist, sondern auch faire Arbeitsbedingungen für die Gärtner*innen und Bäuer*innen schaffen soll.

Ein Mitglied des Projekts Spörgelhof wird das Konzept Solawi vorstellen und dann darlegen, warum eine vernünftig eingerichtete Gesellschaft Solawi braucht, und dass Solawi gleichzeitig ein wichtiges Werkzeug auf dem Weg zu einer vernünftigen Gesellschaft ist.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera Extra
Freitag, 9.3.2018 / ab 20:00 Uhr

BDS Berlin ist heute zu Gast und zeigt im Rahmen der diesjährigen

“Israeli Apartheid Week” (IAW)

den Dokumentarfilm “Roadmap to Apartheid”


Frankreich 2012:  Regie: Ana Nogueira & Eron Davidson – in Kooperation mit Nathaniel Michael Cunningham, Orig. mit dt. UT, Overvoice engl.: Alice Walker, 95 Minuten

Die Regisseur*innen werfen erstmals einen detaillierten Blick auf die Apartheid-Analogie, die üblicherweise zur Beschreibung des israelisch-palästinensischen Konflikts verwendet wird. Von Alice Walker (Autorin von The Color Purple) erzählt, ist Roadmap to Apartheid ein ebenso historisches Dokument über den Aufstieg und Fall der Apartheid in Südafrika wie ein Film darüber, warum viele Palästinenser*innen das Gefühl haben, heute in einem Apartheid-System zu leben, und warum immer mehr Menschen auf der ganzen Welt mit ihnen übereinstimmen.

Die Apartheid-Analogie ist zwar nicht perfekt, aber sie ist ein nützlicher Rahmen, um die Menschen über die komplexen Probleme, mit denen Israelis und Palästinenser*innen konfrontiert sind, aufzuklären. Der Film beschäftigt sich mit diesen Fragen und vergleicht die vielen ähnlichen Gesetze und Werkzeuge, die sowohl von Israel als auch von Südafrika aus der Apartheid-Ära verwendet werden. Das Publikum wird sehen, wie das Leben der Palästinenser*innen im Westjordanland, im Gazastreifen und in Israel aussieht, während es mit Hilfe angesehener Analyst*innen ein tieferes Verständnis für die Situation gewinnt. Mit Archivmaterial und Anekdoten von Südafrikaner*innen bildet der Film ein vollständiges Bild davon, warum die Analogie immer häufiger und stärker genutzt wird.

Mit anschließender Info- und Diskussionsmöglichkeit zu Film und der internationalen BDS-Kampagne.
BDS Berlin versteht sich als Teil der weltweiten BDS-Bewegung, die dem Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft von 2005 folgt. BDS steht für Boycott, Desinvestitionen und Sanktionen für Palästina, solange bis Israel internationalem Recht und den universellen Prinzipien der Menschenrechte nachkommt.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende.