Anarchistisches Infocafé
Montag, 22.10.2018 / 20:00 Uhr

“Kohleausstieg 2038?! Nein, jetzt!”
Ende Gelände als Aktionsbündnis setzt sich für das sofortige Ende dieses Wahnsinns ein!


Nachdem am 7. Oktober ein Gerichtsurteil das Roden des Hambacher Waldes vorerst verbot, wird die Anti-Kohle-Bewegung immer größer und der Ruf um Klimagerechtigkeit immer lauter!
Tausende Menschen werden zwischen dem 25. und 29. Oktober mit einer Aktion des zivilen Ungehorsams Braunkohleinfrastruktur blockieren, um ein Zeichen gegen Kohle und Kapitalismus zu setzen!
Der Wald ist vorerst gerettet, jetzt kommt das Weltklima dran. Wie das genau passieren wird und worauf sich Menschen, die dabei sein möchten, vorbereiten können, erfahrt ihr heute.
Es wird die Möglichkeit geben, Tickets für den Sonderzug zum Aktionscamp zu erwerben und im Anschluss ist noch Raum für Fragen und Diskussion.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 7.8.2018 / ab 21:00 Uhr

• Achtung: Veränderte Anfangszeiten!

“Gaza Surf Club”

Palästina/ Gaza 2016, Regie: Philip Gnadt, Mickey Yamine
arab./ engl. mit dt. UT, 85 Minuten

Der Gazastreifen liegt zwischen Ägypten und Israel – abgeriegelt durch einen langen, von israelischen Soldaten kontrollierten Grenzzaun. Kaum jemand kommt heraus, fast nichts und niemand kommt hinein.
Die totale Isolation und Unfreiheit der Palästinenser*innen haben sich im letzten Jahrzehnt immer weiter verschärft. Inmitten von Häuserruinen, Trümmern, Schutt und Asche gibt es kaum noch Hoffnung: In Gaza hat der Krieg seine Spuren hinterlassen.
Doch trotz dieser trostlosen Realität hat sich rund um den Strand von Gaza-City in den letzten Jahren eine kleine Surf-Community gebildet, die unter erschwerten Bedingungen versucht, auf den Wellen die Freiheit zu finden, die ihnen der Alltag verwehrt. Surfen ist für sie Lebensinhalt, Flucht, Hoffnung. Sie sprechen über ihre Lage, ihre Weltsicht und ihre Träume, ohne die sie kaum überleben könnten. Der Film zeigt auch wie schwierig es ist, trotz der harten Umstände die Heimat zu verlassen und Grenzen zu überwinden.

Achtung: Veränderte Anfangszeiten!
• Bei schönem Wetter und angenehmer Temperatur werden wir den Film ab 21:00 Uhr vor dem Haus zeigen.
• Der Tresen ist dann ab 20:00 Uhr offen, mit kühlen Getränken und veganen Schnittchen.
Eintritt: Spende.

Anarchistische Infocafé
Montag, 23.7.2018 / 20:00 Uhr

“Born in Flames”
USA 1983, Regie: Lizzie Borden, Sprache: engl., 90 Min.

Zehn Jahre nach einer sozialistischen Revolution in den USA hat sich in diesem alternativen Amerika für Frauen nichts geändert: Unterdrückung, alltägliche Diskriminierung, sexuelle Übergriffe, Doppelbelastung – den Frauen reicht es. Sie verbünden sich quer zu sozialen, ethnischen, kulturellen, sexuellen Identitäten und nehmen den Kampf auf…
Der Film stellt die Frage, ob die Unterdrückung der Frauen jemals, in einem irgendwie gearteten sozialen System, ein Ende finden wird. Die Antwort ist eindeutig: die Frauen greifen zu den Waffen…

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 9.7.2018 / 20:00 Uhr


“Erzählungen über G20”
Zwei Dokumentationen zum G20-Gipfel vor einem Jahr (mit Popcorn).

Die erste Doku heißt „Die schwarze Gewalt“, dauert knapp 45 Min. und wurde Anfang Juni in der ARD ausgestrahlt. Es handelt sich dabei um eine Propagandadokumentation für die „SoKo schwarzer Block“. Die zweite Dokumentation heißt „Aussage gegen Aussage“, dauert eine halbe Stunde, kommt aus aktivistischer Ecke und beschäftigt sich vor allem mit dem illegalen Verhalten des Staates und v.a. der Polizei während des G20. Wir wollen beide Dokus gemeinsam schauen, und anschließend diskutieren: Welche Erzählungen über Hamburg werden präsentiert? Wie können wir auch über einen längeren Zeitraum unsere Gegenerzählung aufrecht erhalten?

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 3.7.2018 / ab 20:00 Uhr

“The last friday”

Jordanien 2011, Regie: Yahya Alabdallah
arab. mit dt. UT, 89 Minuten

Ein jordanischer Taxifahrer, der die Wechselfälle des Lebens mit stoischer Gelassenheit nimmt, hat eine Operation in wenigen Tagen, ohne zu wissen, wie er das Geld dafür aufbringen soll. Durch seine Spielsucht hat er alles verloren: Seine Frau, sein Geld, seine Arbeit.
Lakonisch inszeniert, getragen von schwarzem Humor sowie intensiven Bezügen zu den sozialen Gegensätzen des Landes, gewährt der Film Einblicke in den arabischen Alltag und zeigt einen Underdog, dem wenig Handlungsspielraum bleibt.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit kühlen Getränken und veganen Schnittchen.
Eintritt: Spende.

 

Anarchistisches Infocafé
Montag, 25.6.2018 / 20:00 Uhr

"ES WAR EINMAL IN CAFÉ KOTTI"


a live film by Francesca Cogni, Demet Şimşek and Alaa 
Elsalamony dramaturg: Chiara Galesi, sound design: 
Wael Jegham

languages: german, italian, arabic (egyptian), 
turkish, english + english 
“subtitles”,40 min.,Germany 2016.

Alaa viene dall’Egypt, il est venue en Deutschland after 
several yaş في Italia. Demet ist Deutsch, con un turkish 
background, بوها est venue comme Gastarbeiter in die ’70.
Tanıştılar al Café Kotti. يقولو in italiano as a common language.
Es war einmal in café Kotti ist a project about languages, 
migration and meeting. An experiment of translation.
Un progetto über die cultural و 
linguistic métissage we erleben every Tag.


Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum 
Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen
 für Alle auf Spendenbasis.

 

Sommerfest 23.Juni / June / Junio / Juin

Es ist wieder so weit !

Südflügel Sommerfest zur 13 jährigen Besetzung des Südflügels im Bethanien wie immer umsonst und draußen !

Siri – eine szenische Lesung (Akrobatik)

Valerie Eirelar (selbstgemachtes Songwriting)

She Choir Berlin (Chor Kollektiv für alle die sich als Frau identifizieren )

Option weg (Musik zwischen den Zeilen wie Tod und Mordschlag)

Woodloop (Drum and Base akustik Set von Guts Pie Earshot)

Orphanage Named Earth (Postmetal aus Polen)

Mit Infoständen von der Anrirassistischen Iniative dem Infoladen Daneben und der Heilpraktikschule, Solimasage, Clownerie, DIY Siebdruck, Büchertisch der Kollektivbibliothek und Überaschungs-Wasserspass

dazu wie immer gibt’s auch kalte Getränke und solidarisches futtern mit African Küfa, Falafel, Waffeln, Kuchen und Crepes

23.6. ab 14 Uhr vor Südflügel Mariannenstr. 2A

Anarchistisches Infocafé
Montag, 11.6.2018 / 20:00 Uhr


Hierarchiefrei leben, ohne Chef und Staat?

Vortrag von Elisabeth Voß über das “Projekt A” in Neustadt/Weinstraße, anschl. Diskussion.

Das “Projekt A” in Neustadt/Weinstraße, auch bekannt als “Werk selbstverwalteter Projekte und Einrichtungen” (WESPE) entstand 1989 aus bundesweiten anarchistischen Diskussionen. Einer der Gründer war der anarchistische Autor Horst Stowasser (1951 – 2009). In diesem dezentralen Projekt fanden sich über 100 Menschen zusammen, und es gab zu guten Zeiten 12 Kollektivbetriebe. Heute gilt das Projekt A als gescheitert, jedoch besteht das Projektzentrum Ökohof weiterhin, und auch einige andere Projekte sind erhalten geblieben.

Elisabeth Voß hat selbst Mitte der 1990er Jahre in der WESPE/Projekt A in Neustadt/Weinstraße gelebt. www.elisabeth-voss.de

Hinweis: Die Veranstaltung hat nichts mit dem Film “Projekt A” zu tun.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 5.6.2018 / ab 20:00 Uhr

“Death for sale”

Marokko 2012, Regie: Faouzi Bensaidi
arabisch mit dt. UT, 102 Minuten

Jungsein im Maghreb. Viele Jugendliche haben hier nicht allzu viel zu verlieren, die Gesellschaft bietet ihnen wenig Perspektiven. Diese Beobachtung ist der Ausgangspunkt zu einem ebenso verspielten wie lebensnahen Porträt dreier Freunde aus Tétouan, einer mittelgrossen Stadt im Norden von Marokko.
Soufiane, der jüngste unter ihnen, füllt seine Tage mit kleinen Diebereien, Allal, der älteste, will sich im Drogenschmuggel behaupten und Malik ist in Dounia verliebt, die als Prostituierte arbeitet.
Die drei trennen sich, um ihre eigenen Wege in ein unabhängiges Leben zu finden. Aber schnell sehen sie ihre mögliche Zukunft in einem Strudel aus Gewalt, Gier, Eifersucht und Verrat untergehen.

Der gemeinsame Überfall auf ein Juweliergeschäft wird für sie zum letzten Ausweg. Sie planen alles minutiös. Die Grenzen werden aufgehoben, die Fantasien fliegen und am Ende steht die ganze Welt Kopf.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit kühlen Getränken und veganen Schnittchen.
Eintritt: Spende.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 28.5.2018 / 20:00 Uhr

“Siebdruck gegen Google”

In Kreuzberg im alten Umspannwerk in der Ohlauer Straße soll noch dieses Jahr, voraussichtlich im September, ein “Google Start-Up Campus” aufgemacht werden. Gegen diese Pläne gibt es schon seit geraumer Zeit verschiedenste Initiative und Aktivitäten um dies zu verhindern. Wir wollen als kleinen Beitrag gemeinsam mit verschiedenen Motiven Siebdruck gegen Google machen. Eine Idee ist, wie bei der Friedel Kampagne, Banner gegen Google zu drucken. Aber auch T-Shirts, Geschirrhandtücher, Bettlaken etc können verschönert werden. Also bringt alles mit, was ihr gerne aufmotzen wollt.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

FICKO feiert 9 Jahre Gutmenschlichkeit – Fr. 18.5.2018

Liebe Gutmenschen,

FICKO wird 2018 neun Jahre alt und wir haben beschlossen, das dieses Jahr zu feiern. Die Partyist am

Freitag, den 18.5.2018 im New Yorck am Bethanien in Berlin-Kreuzberg.
Einlass 20 Uhr, Podium 21 Uhr. Musik 23 Uhr.

Es gibt zwei Floors mit sechs DJs und Liveacts mit schwelgerischer Sphärenmusik über live gespielte Beats unter Gesang, von hartem Trapgeballer bis Afrohouse. Die einzelnen Künstler_innen werden auch noch vorgestellt:

Jumi Su und Jannis Fray werden tätowieren. Sie haben auch das schöne Plakat gemacht:

 

Dem Ganzen vorangestellt wird unsere Podiumsdiskussion, in der wir diskutieren, wie wir zur Gesellschaft der Vielen kommen.

Die „Gesellschaft der Vielen“ ist eine Gesellschaft, die in allen Bereichen, gerade auch in Machtstrukturen, Institutionen, Ideen und im alltäglichen Leben nicht nur eine Vorstellung, sondern eine Praxis der Vielfalt und Gerechtigkeit für ALLE Menschen hat. Noch hinkt die Realität (in Deutschland) dieser Idee meist hinterher, in allen gesellschaftlichen Bereichen findet sich in den Machtpositionen, Vorständen, Chefredaktionen, Ministerienposten usw. die weitaus vielfältigere Realität der Menschen „da draußen“ nicht wieder.

Das muss sich ändern. Wir müssen zur Gesellschaft der Vielen aufbrechen. Und zwar in Massen. Denn zusätzlich zum traurigen Normalzustand des Jetzt bekommen in den letzten Jahren nicht nur hierzulande autoritäre Ideen und Akteur_innen gehörigen Aufwind, die in etlichen Bereichen noch viel schlimmere Vorstellungen haben und auch schon längst begonnen haben, diese umzusetzen.

Es gibt noch keinen richtig großen, von sehr vielen Menschen anerkannten Gegenentwurf dazu, der wiederum eine eigene Idee ins Zentrum stellt; eine Gesellschaft, die auf Solidarität statt Konkurrenz, Vielfalt statt Normierung und auch wirklich real umgesetzte Achtung der Rechte aller Menschen setzt. Diese Idee soll die Gesellschaft der Vielen sein, dort müssen wir hin. Das wird natürlich nicht einfach, die Abwehr gegen ehrliche Diskussionen um Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Ausbeutung und etliche weitere Formen der Ausgrenzung und Abwertung ist gerade in Deutschland sehr groß. Es hilft aber alles nichts, es muss gestritten werden und wir brauchen ein von vielen geteiltes Ziel, eine Utopie, eine Vorstellung der Zukunft.

Statt uns vereinzelt und in jeweils abgegrenzten Abwehrkämpfen gegen die Autoritäre Wende aufzureiben, müssen wir stattdessen Kämpfe vereinen und ein gemeinsames Ziel anstreben, das in den Mittelpunkt des Diskurses gestellt wird. Die Gesellschaft der Vielen ist dieses Ziel. Dort muss es hingehen. Wir haben die Leute, wir haben das Know-how, wir haben recht und wir haben die Zukunft! Lasst uns losgehen. Wie wir das machen, wird am 18.5.2018 im New Yorck am Bethanien in Berlin diskutiert. Ihr seid herzlich eingeladen, mitzumachen!

Es nehmen teil:

Christiane Beckmann (Moabit hilft e.V.)
Devrim Uygun (antifaschistische Aktivistin)
Poljak Wlassowetz (Schriftsteller)