Sinema Jazeera
Dienstag, 18.12.2018 / ab 20:00 Uhr


Once upon a time in Anatolia – Bir zamanlar Anadolu’da

Türkei 2011, Regie: Nuri Bilge Ceylan
türk. mit engl. UT, 151 Minuten

Eine Wagenkolonne fährt in der Dunkelheit durch die anatolische Steppe. Darin sitzen der Staatsanwalt, der Arzt, der Kommissar, sein Fahrer und einige Soldaten sowie ein Mörder und sein Bruder. Gesucht wird die Leiche, doch der Mörder kann sich nicht mehr erinnern, an welcher Stelle er sie vergraben hat. Endlos fährt die Gruppe durch scheinbar immer gleiche Hügel, unterhält sich über die Prostataprobleme des Staatsanwalts, die Vorzüge von Büffeljoghurt oder über eine zukünftige Mitgliedschaft der Türkei in der EU. Ein Ende der Suche scheint nicht in Sicht und die Männer werden immer müder, ungeduldiger und emotionaler.
Anhand dieser Kriminalgeschichte entwirft das existenzielle Werk ein facettenreiches Bild der türkischen Gesellschaft.

Tresen mit veganen Mörderschnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende.

Anarchistische Infocafé
Montag, 10.12.2018 / 20:00 Uhr

WE DID THE RIGHT THING – Google Campus verhindert!

Mit dem Google Campus wollte der digitale Datensammler Google im Umspannwerk in der Ohlauer Straße einen Ort für StartUps schaffen. Wie die Erfahrung an anderen Campus-Standorten zeigt, wären die Konsequenzen für das ohnehin gentrifidingsbumsgeplagte Kreuzberg verheerend gewesen. Deshalb protestierten Nachbar_innen und Aktivist_innen verschiedenster Couleur ein gutes Jahr lang gegen Googles Pläne und zeigten, dass der Weltkonzern und sein Campus in Kreuzberg nicht willkommen sind.
Wir blicken heute zurück auf die vielfältigen Aktionen, die zu diesem Erfolg führten, diskutieren über den aktuellen Stand im Umspannwerk, in Kreuzberg und den Rest der Welt und wagen einen Blick in die Zukunft der Proteste gegen die digital überwachte Stadt der Reichen.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 4.12.2018 / ab 20:00 Uhr


“My sweet Pepperland”

Irak 2013, Regie: Hiner Saleem, kurd. mit dt. UT, 87 Minuten

Nach Jahren des Kampfes um die kurdische Unabhängigkeit im Irak nimmt Baran den Posten des Polizeichefs in einem Dorf im Grenzgebiet zwischen Iran, Irak und der Türkei an. Dort trifft er auf die idealistische Lehrerin Govend, die gegen alle Widerstände die Kinder des Orts unterrichten will. Recht schnell legt sich Baran mit dem Dorf- und Schmuggler-Boss Aziz Aga und seiner Bande an, während Govends zwölf Brüder auftauchen, um ihre Schwester zurück zu holen…
Ein kurdischer Western mit trockenem Humor und wunderschönen Bildern.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende.