Anarchistisches Infocafé
Montag, 25.9.2017 / 20:00 Uhr


“G20-Prozessberichte, Einschätzungen zu Repression und Stimmung”

Ende August kam es bereits zu zwei harten Verurteilungen gegen Peike, einen niederländischen Aktivisten und einen Menschen aus Polen. Peike hat als erster die ganze Härte der politischen Justiz erfahren müssen. Er wurde durch zwei fragwürdig bewiesene Flaschenwürfe und der lächerlich anmutenden Widerstandshaltung “Embryostellung” am Rande der “Welcome to Hell”-Demo zu 31 Monaten Haft verurteilt. Im zweiten Verfahren wurde eine Strategie von Aussagen und Zeugenvorladungen verfolgt. Das Gericht blieb dennoch hart und verurteile das Mitführen von vermeintlich verbotenen Gegenständen mit 6 Monaten Haft auf 2 Jahre Bewährung.

Von den Prozessen, Perspektiven auf weitere und eine Gemengenlage aus Stimmung und Einstimmung der Post-G20-Zeit wird eine Genossin aus Hamburg berichten.
Wir wollen den Abend nutzen um uns darüber und hinaus auszutauschen um die Antirepressionsarbeit von united we stand zu unterstützen. Spenden und Ideen sind daher gern gesehen.
https://unitedwestand.blackblogs.org/

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 19.9.2017 / ab 20:00 Uhr

• • • “The Road to Guantánamo” • • •

Semi-Doku
Afghanistan/Pakistan 2006
Regie: Michael Winterbottom, Mat Whitecross
Engl. mit dt. UT, 95 Minuten

Der semi-dokumentarische Film ist die Geschichte von drei jungen Briten aus Tipton (den so genannten “Tipton Three”), die im Herbst 2001 von Milizen der Nordallianz in Afghanistan festgenommen und später an die US- Streitkräfte ausgeliefert wurden und fast drei Jahre in Guantánamo Bay (Kuba) inhaftiert waren, ohne Anklage oder juristische Vertretung.

Durch die Anwendung von Folter wollte das US-Militär aus ihnen falsche Geständnisse über die Mitgliedschaft bei al-Qaida und den Taliban pressen. 2004 wurden die “Tipton Three” freigelassen. Der vierte Jugendliche, Mounir, der während der Flucht aus Kundus vor dem amerikanischen Bombardement verschwand, wurde nie wieder aufgefunden.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende

MONTAG 11.9. –   20 UHR

Anarchistisches Infocafé


“Défendre La ZAD – Construire la ZAD”


Verteidigt die ZAD – kein Flughafen in Notre Dame  des Landes (Frankreich). Bericht mit Fotos von der “Intergalaktischen Woche” in der autonomen Zone La Zad. Infos, aktueller Stand, Diskussion und Debatte und neuen Plakaten.

Le combat continue…

Von einigen die gerade von der ZAD zurückgekommen sind.
Ab 19.30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 5.9.2017 / ab 20:00 Uhr


• • • "Rif 58-59. Breaking the silence" • • •

Dokumentarfilm
Marokko 2014
Regie: Tarik El Idrissi
Arab./tarifit/span./franz. mit engl. UT
76 Minuten

Der Film ist eine dokumentarische Erinnerung an den Aufstand der 
Rif-Bewohner gegen ihre Eingliederung in den marokkanischen Staat.
1958/59 lehnten sich die Bewohner des Rif-Gebirges im Norden Marokkos 
gegen den – nach der Unabhängigkeit von Spanien und Frankreich 1956 
entstandenen – neuen marokkanischen Staat auf. Seine zentralistischen 
Bestrebungen zerstörten ihre gewachsenen politischen, sozialen und 
ökonomischen Strukturen in der Rif-Region.
Benachteiligung, Unterwicklung und Menschenrechtsverletzungen aus der 
folgenden Regierungszeit Hassan II. sitzen tief im kollektiven und 
individuellen Gedächtnis der Rif-Kabylen.
Doch auch mit der aktuellen Politik des monarchisch, 
feudal-kapitalistischen Regimes unter Mohamed VI. treten kaum 
Verbesserungen ein.

Nach dem Film wollen wir uns noch über die aktuelle 
"Hirak"-Protestbewegung in der Rif-Region austauschen, 
die am 28. Oktober vorigen Jahres mit dem Tod des Fischhändlers 
Mouhcine Fikri in der Stadt Al Hoceima begann.


Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, 
mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende