Anarchistische Infocafé
Montag, 11.2.2019 / 20:00 Uhr

Digitaler Tsunami?
Veranstaltung zu neuen digitalen Fahndungsmethoden

Viele der neuen Methoden wurden mit der Begründung eingeführt, den Terrorismus bekämpfen zu wollen. Erwartungsgemäß wurde dieser Zweck ausgebaut und trifft mittlerweile auch linke Aktivist*innen. In der Veranstaltung gibt Matthias Monroy einen Überblick über neue digitale Fahndungsmethoden und Beispiele, wo diese bereits eingesetzt werden. Über die Gegenwehr können wir dann gemeinsam beraten.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera

Dienstag, 15.1.2019 / ab 20:00 Uhr

“Barakah meets Barakah / Barakah yoqabil Barakah”

Saudi Arabien 2016, Regie: Mahmoud Sabbagh, arab. mit dt. UT, 88 Minuten

Barakah stammt aus einfachen Verhältnissen, jobbt als städtischer Ordnungsbeamter in Dschidda und verliebt sich in Bibi aus reichem Hause, Vloggerin und IT-Girl. Weil der Kontakt zwischen den Geschlechtern im öffentlichen Raum strikt verboten ist, müssen sie sich eine Menge einfallen lassen, um Zeit miteinander zu verbringen. Portrait der jungen, saudischen Generation und gesellschaftspolitische Satire.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit Getränken und Knabbereien. Eintritt: Spende.

Anarchistische Infocafé
Montag, 14.1.2019 / 20:00 Uhr

Aufruf zum FRAUEN*STREIK!

Spanien, Argentinien, USA, Polen… In vielen Ländern wurde am 8. März 2018 zum Streik aufgerufen und die Aktionen waren beeindruckend und inspirierend. Auch in Deutschland entstehen immer mehr Streikkomitees, die zu einem ‘Feministischen Streik’ am 8. März und darüber hinaus aufrufen. Im Gespräch mit einer Genossin des Streikkomitees Berlin könnt ihr mehr zu den aktuellen Entwicklungen, verschiedenen Vorhaben und Unterstützungsbedarf erfahren.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 18.12.2018 / ab 20:00 Uhr


Once upon a time in Anatolia – Bir zamanlar Anadolu’da

Türkei 2011, Regie: Nuri Bilge Ceylan
türk. mit engl. UT, 151 Minuten

Eine Wagenkolonne fährt in der Dunkelheit durch die anatolische Steppe. Darin sitzen der Staatsanwalt, der Arzt, der Kommissar, sein Fahrer und einige Soldaten sowie ein Mörder und sein Bruder. Gesucht wird die Leiche, doch der Mörder kann sich nicht mehr erinnern, an welcher Stelle er sie vergraben hat. Endlos fährt die Gruppe durch scheinbar immer gleiche Hügel, unterhält sich über die Prostataprobleme des Staatsanwalts, die Vorzüge von Büffeljoghurt oder über eine zukünftige Mitgliedschaft der Türkei in der EU. Ein Ende der Suche scheint nicht in Sicht und die Männer werden immer müder, ungeduldiger und emotionaler.
Anhand dieser Kriminalgeschichte entwirft das existenzielle Werk ein facettenreiches Bild der türkischen Gesellschaft.

Tresen mit veganen Mörderschnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende.

Anarchistische Infocafé
Montag, 10.12.2018 / 20:00 Uhr

WE DID THE RIGHT THING – Google Campus verhindert!

Mit dem Google Campus wollte der digitale Datensammler Google im Umspannwerk in der Ohlauer Straße einen Ort für StartUps schaffen. Wie die Erfahrung an anderen Campus-Standorten zeigt, wären die Konsequenzen für das ohnehin gentrifidingsbumsgeplagte Kreuzberg verheerend gewesen. Deshalb protestierten Nachbar_innen und Aktivist_innen verschiedenster Couleur ein gutes Jahr lang gegen Googles Pläne und zeigten, dass der Weltkonzern und sein Campus in Kreuzberg nicht willkommen sind.
Wir blicken heute zurück auf die vielfältigen Aktionen, die zu diesem Erfolg führten, diskutieren über den aktuellen Stand im Umspannwerk, in Kreuzberg und den Rest der Welt und wagen einen Blick in die Zukunft der Proteste gegen die digital überwachte Stadt der Reichen.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 4.12.2018 / ab 20:00 Uhr


“My sweet Pepperland”

Irak 2013, Regie: Hiner Saleem, kurd. mit dt. UT, 87 Minuten

Nach Jahren des Kampfes um die kurdische Unabhängigkeit im Irak nimmt Baran den Posten des Polizeichefs in einem Dorf im Grenzgebiet zwischen Iran, Irak und der Türkei an. Dort trifft er auf die idealistische Lehrerin Govend, die gegen alle Widerstände die Kinder des Orts unterrichten will. Recht schnell legt sich Baran mit dem Dorf- und Schmuggler-Boss Aziz Aga und seiner Bande an, während Govends zwölf Brüder auftauchen, um ihre Schwester zurück zu holen…
Ein kurdischer Western mit trockenem Humor und wunderschönen Bildern.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 26.11.2018 / 20:00 Uhr

Info- und Diskussionsrunde zu den Themen :

Liebig34“, „#besetzen“ und Gentrifizierung.

Zu Beginn gibt es einen kurzen politischen Input, danach sollen verschiedene Aspekte der vergangenen Besetzungen zusammengetragen werden. Wir wollen darüber reden, was genau es für Auswirkungen gab und wie diese zu bewerten sind.
Bezogen auf das bedrohte Hausprojekt Liebig34 soll diese Veranstaltung die Möglichkeit bieten, sich über den aktuellen Stand auszutauschen und gemeinsam zu überlegen, wie #besetzen und der aktuelle Häuserkampf zusammenhängen.

Info and discussion event. We will begin with a short political input about “Liebig34”, “#besetzen” and gentrification in berlin. We want to discuss different aspects of this years occupations. Also, we will talk about which consequences these had and how we evaluate those. Concerning the threatened house project Liebig 34, this event will offer the opportunity to share info and discuss what the #besetzen movement and the current struggle of the house projects have in common.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 20.11.2018 / ab 20:00 Uhr

“Die Frau die singt – Incendies”

Libanon 2010, Regie: Denis Villeneuve
franz./arab. mit engl. UT, 133 Minuten

Als der Notar den Zwillingen den letzten Willen ihrer Mutter Nawal eröffnet, sind die beiden etwas erstaunt, zwei verschlossene Umschläge überreicht zu bekommen – einen Brief für ihren Vater, von dem sie glaubten, er sei tot, und einen für ihren Bruder, von dessen Existenz sie nichts wussten.
Dies führt sie auf die Suche nach den Angehörigen in den Libanon, in ein vom Bürgerkrieg zerstörtes Land. Sie folgen den Spuren ihrer Mutter, eine von der Familie Verstossene und Widerstandskämpferin, die von Gewalt und Folter geprägt waren und stossen somit auch auf die ungeheuerliche Wahrheit ihrer eigenen Herkunft.

Der Film basiert auf dem Theaterstück “Incendies” von Wajdi Mouawad.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien.
Eintritt: Spende.

Anarchistisches Infocafé
Montag, 12.11.2018 / 20:00 Uhr

#Kein Schlussstrich
Geheimdienste und NSU-Komplex

Wenige Tage nach der Selbstenttarnung des NSU begann im Bundesamt für Verfassungsschutz eine groß angelegte Spurenvernichtung. Auch danach logen und schwiegen Mitarbeiter der verschiedenen Dienste im Münchner Prozess und in den verschiedenen Untersuchungsausschüssen. Konsequenzen gab es kaum. Disziplinar- und Strafverfahren gab es keine. Stattdessen stiegen einige der damaligen Protagonisten in den Behörden sogar noch auf. Die Dienste selbst erhielten weitere Befugnisse und immense zusätzliche Ressourcen.

Das Aufklärungsversprechen der Bundesregierung gegenüber den Überlebenden und Angehörigen der rassistischen Mord- und Anschlagsserie wurde hiermit gebrochen. Nach dem Ende des NSU-Prozesses vor vier Monaten ist jedoch zu rechnen, dass das öffentliche Interesse an diesem dauerhaften Skandal weiter abnehmen wird.

Die Kampagne Blackbox Verfassungsschutz (www.blackbox-vs.de) gibt eine Übersicht über die Rolle des V-Leute-Systems und der Geheimdienste im NSU-Komplex. Anschließend besteht die Möglichkeit über politische Strategien, Analysen und mögliche Aktivitäten zu diskutieren.

Wer Lust hat kann gerne ab 17:30 Uhr zum Gemüseschnippeln kommen.
Ab 19:30 Uhr gibt es veganes Essen für Alle auf Spendenbasis.

Sinema Jazeera
Dienstag, 6.11.2018 / ab 20:00 Uhr

“Fish and Cat – Mahi va gorbeh”

Iran 2013, Regie: Shahram Mokri
farsi mit deutschen Untertiteln, 134 Minuten

Zur Wintersonnenwende trifft sich eine Gruppe Teheraner Student*innen zum jährlichen Drachen steigen lassen an einem abgelegenen See. Während sich die einen in bester Laune ihres Wiedersehens freuen und in Erinnerungen schwelgen, irren die andern unruhig durch den umliegenden Wald. In der Nähe ihres Zeltlagers befindet sich ein einsames Restaurant, das von drei sonderbaren älteren Männern betrieben wird. Gerüchte ranken sich um ihre Art der Fleischbeschaffung …
Der Film führt uns in einer einzigen langen Einstellung durch Raum und Zeit, die sich wie in einem Möbiusband verschränken. Was am Anfang eine einfache Geschichte schien, wird zum Albtraum.

Der Tresen ist ab 19.30 Uhr offen, mit veganen Schnittchen und Knabbereien. Eintritt: Spende.